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Kapitel 206

,,Na, ihr vier?“, grinste der eine. ,,So alleine hier? Darf man euch Gesellschaft leisten?“ Doch ohne unsere Antwort abzuwarten, ließen sie sich zu uns ins Gras fallen. Juli, Lea, Kathi und ich warfen uns fragende Blicke zu. Was sollte das denn jetzt?
,,Also ich heiße Jannis“, stellte sich ein Typ mit raspelkurzen Haaren vor. ,,Und das sind Lukas, Sam und Rico.“ Bei jedem neuen Name zeigte er auf den jeweiligen Junge. ,,Wie heißt ihr?“
Kurz sah ich zu meinen Freundinnen. Die Jungs wegzuschicken getrauten wir uns nicht, dazu waren sie uns zu unheimlich und zu unberechenbar. ,,Ich bin Juli. Und das sind Anna, Kathi und Lea“, meinte meine beste Freundin. ,,War’s das? Dann könnt ihr nämlich wieder abhauen.“ Ich starrte Juli an. Was war denn in die gefahren?
Die Jungs lachten. ,,Wieso sollten wir denn abhauen?“, fragte der eine, der als Rico betitelt worden war, und strich Lea mit zwei Fingern über den Oberarm. ,,Ihr freut euch doch bestimmt über ein bisschen männliche Gesellschaft.“
,,Um ehrlich zu sein, nein“, entgegnete ich patzig. Sofort biss ich mir auf die Lippe. Mit stechenden Blicken beobachteten die Jungs uns. Sie sahen aus, als wären sie es nicht gewohnt eine Abfuhr zu kassieren. Und sie nahmen das auch nicht hin. Stattdessen berührten sie uns immer wieder wie zufällig und streichelten uns. Und wenn wir zurückrutschten, rückten sie nach. ,,Verdamm lass das!“, schrie Juli Jannis an, der sich mehr als offensichtlich an sie ranschmiss. Kathi hatte es mit Lukas zu tun, Lea mit Rico und ich mit diesem Sam. Bemerkte dieser Typ denn nicht, dass ich schwanger war? Zumindest daran konnte er doch sehen, dass ich vergeben war. Aber das konnten wir ja nicht sagen. ,,Kommt schon, ihr Süßen“, säuselte Jannis. ,,Seid doch nicht so schüchtern.“ Ich musste mir das Kotzen verkneifen.
,,Hey! Haut ab!“, schrie Juli wieder. Es fehlte nicht viel und sie würde Jannis eine knallen. Das sah ich ihr an. Doch die Jungs merkten von all dem nichts, sie machten munter mit ihren Anmachversuchen weiter.
Hinter mir hörte ich es plötzlich klatschen und dann noch ein ,,Du dumme Schlampe!“ von Rico. Ich musste leicht grinsen. Offensichtlich hatte Lea ihm eine geknallt. ,,Was grinst du denn so?“, fragte Sam mich flüsternd. Er kam mir inzwischen gefährlich nahe. Das Letzte, was ich wollte, war ein Kuss von diesem Typen. Zentimeter um Zentimeter rutschte ich zurück und er mir nach. Schließlich konnte ich nicht mehr weiterrutschen, da an den Baum hinter uns stieß. Da saß ich nun mit dem Rücken am Baumstamm und starrte erschrocken in das immer näher kommende Gesicht von Sam. ,,Fass mich nicht an!“, zischte ich wütend.
,,Hey, hey, Kleine“, meinte er nur und strich mir mit einem Finger über die Wange. ,,Was zierst du dich denn so?“ Mich überkam schon fast ein Brechreiz. Außerdem war Tom die einzige Person, die mich ,,Kleine“ nennen durfte. Ich wusste nicht mehr, was ich tun sollte. ,,Du asoziales Arschloch!“, hörte ich Juli hinter mir schreien. ,,Lass mich sofort los!“ Erneut hörte ich es klatschen. Dies mal hatte es wohl Jannis getroffen. Nur von Kathi und mir kam keine Gegenwehr.
Gerade fand ich mich innerlich damit ab, dass ich wohl gleich einen Kuss von Sam bekommen würde, als wir plötzlich eine Stimme fragen hörten: ,,Was ist denn hier los?“ Erleichtert blickte ich an Sam vorbei nach vorne. ,,Alex“, flüsterte ich.
,,Was wollt ihr hier, ihr Spacken?“, fuhr er sogleich die Jungs an. ,,Macht nen Abflug! Oder habt ihr schon so einen Sonnenstisch, dass ihr nicht merkt, dass die Mädels nichts von euch wollen?“
Ich lächelte ihn an, er zwinkerte zurück. Doch dann war er plötzlich von den vier Jungs umringt. ,,Was mischst du dich da ein, du Freak?“, fragte Rico zischend.
,,Verpisst euch!“, zischte Alex zurück. Wütend blickten sich die fünf Jungs an. Und ich sah sie vor meinem inneren Auge sich schon prügelnd am Boden wälzen. Doch die Prügelei blieb Gott sei Dank aus. Denn Jannis warf Alex nur noch einen vernichtenden Blick zu und machte zu seinen Kumpels eine Geste, dann hauten sie ab. Juli, Lea, Kathi und ich atmeten auf. ,,Danke, Alex“, seufzte ich.
,,Du hast uns echt das Leben gerettet“, fügte Kathi hinzu.

Kapitel 207

,,Was wollten die denn von euch?“, fragte Alex und ließ sich zu mir auf das Handtuch fallen.
,,Keine Ahnung. Die haben uns vorher am Kiosk schon so komisch angeschaut. Und dann kamen sie uns hinterher“, erzählte Lea.
,,Die sind echt schlimm. Rico und seine Gang sind dafür bekannt, dass sie sich andauernd an irgendwelche Mädchen ranmachen. Das sind die männlichen Schlampen vom Dienst“, klärte Alex uns auf. Wir mussten grinsen.
,,Ich will nicht wissen, was passiert wäre, wenn du nicht aufgetaucht wärst“, meinte Juli. ,,Aber was ich nicht verstehe, ist, wie die auf die Idee kommen, wir wären Single. Ich meine, wir konnten es ihnen ja nicht sagen, weil unsere Freunde Teenie-Idole sind, aber dass Anna schwanger ist, ist ja nicht zu übersehe. Und dass man das nicht von alleine wird, müssten die doch eigentlich wissen.“ Wir mussten lachen. Juli schaffte es echt immer wieder.
,,Aber was mich wunder ist, wie du den angemacht hast“, sagte Kathi mit einer leichten Bewunderung in der Stimme. ,,Also ich hätte mich das nicht getraut.“
,,Glaub mir, nach anderthalb Jahren auf der Straße getraust du dich so einiges“, grinste Juli. Ich musste schlucken. Ich kannte Juli jetzt schon so gut, dass ich die Tatsache, dass sie von der Straße kam, schon ganz vergessen hatte. Sie war mir so ans Herz gewachsen und gehörte einfach schon zu uns dazu. Beschämt wandte ich meinen Blick auf den Boden. Es war mir wirklich peinlich, dass ich das vergessen hatte.
,,Mit wem bist du eigentlich da?“, fragte Lea Alex.
,,Mit ein paar Kumpels von Gustav und mir“, antwortete er. ,,Die sitzen da hinten irgendwo.“ Wir nickten. Ich spürte einen Arm, der sich um meine Schultern legte. ,,Hey, ist alles okay?“, fragte Juli.
,,Na ja, geht so. Mir ist nur gerade klar geworden, dass du so selbstverständlich zu uns gehörst, dass ich ganz vergessen habe, welches Leben du davor geführt hast“, erzählte ich leicht beschämt.
,,Das muss dir doch nicht unangenehm sein. Ich habe es doch selbst schon fast vergessen“, gab Juli zu. ,,Aber in solchen Situationen kommt das eben alles wieder hoch.“ Ich drehte mich um, da Juli immer noch hinter mir saß, und schloss sie fest in die Arme. ,,Ich hab dich so lieb“, flüsterte ich.
,,Ich dich auch, Anna“, entgegnete sie. Langsam ließen wir uns wieder los. Alex war noch da und unterhielt sich mit Kathi und Lea. Doch jetzt erhob er sich. ,,Ich verschwinde dann mal wieder zu meinen Kumpels“, meinte er. ,,Bis bald mal, ihr vier.“
,,Tschüss“, sagten wir im Chor. ,,Und danke noch mal“, fügte ich noch hinzu.
,,Keine Ursache“, winkte Alex ab und verschwand. Wir sahen ihm noch hinterher und widmeten uns dann wieder unserem eigenen Gespräch. ,,Bin ich froh, dass der aufgetaucht ist“, wiederholte Lea noch einmal, worauf wir alle nur nickten.
,,Aber wisst ihr, was mir da gerade eingefallen ist?“, meinte ich und redete, ohne eine Reaktion abzuwarten, weiter: ,,Wollen wir das eigentlich den Jungs sagen?“ Ein unangenehmes Schweigen war die Antwort. Unschlüssig sahen wir uns an. Die Reaktion von den Jungs war uns allen klar. ,,Aber meint ihr nicht, dass es schlimmer wird, wenn sie es von jemand anderem erfahren?“, gab Kathi besorgt zu bedenken. ,,Ich meine wir sind immerhin ihre Freundinnen.“
,,Ja, aber du weißt genau, wie sie austicken werden. Und ich will auch nicht wissen, was die mit Jannis und den anderen anstellen, wenn sie wieder da sind und ihnen begegnen.“ Juli wurde langsam lauter. Kathi senkte leicht den Blick.
,,Also sind wir uns einig, wir sagen es ihnen nicht“, brachte Lea die Sache auf den Punkt. Juli, Kathi und ich nickten. ,,Und jetzt lasst das Thema!“, befahl ich schon fast.
Allerdings war uns allen nach diesem Vorfall ein wenig die Stimmung vergangen und so machten wir uns schon bald auf den Heimweg. ,,Wollt ihr noch mit zu uns kommen?“, fragte Juli die anderen beiden, die lächelnd nickten. Nachdem wir unsere Sachen eingepackt hatten, gingen wir noch zum Platz von Alex und verabschiedeten uns alle mit einer Umarmung von ihm.







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