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Kapitel 200

,,Hallo, Anna, aufwachen!“ Eine Hand fuchtelte vor meinem Gesicht herum. Erschrocken blickte ich zu Tom auf. ,,Was ist?“
,,Wir wollte wissen, ob du auch was essen willst“, meinte Bill. Ich nickte. Also wurde das nächste Fast Food – Restaurante aufgesucht. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht betraten wir den MC Donalds. ,,Wann hört das endlich auf?“, seufzte ich.
,,Nie, mein Schatz“, entgegnete Tom, der wie ein Honigkuchenpferd grinste.
Der Verkäufer schaute uns zwar sehr doof an, als wir vier grinsend bestellten, aber was sollte er schon machen? Juli und ich begaben uns sofort auf die Suche nach einem Platz. Die Tabletts überließen wir den Jungs. Die kamen fünf Minuten später, jeder mit einem Tablett in der Hand. Tim stellte seines auf dem Tisch vor mir ab. Und als hätte das nicht schon gereicht, kippte auch noch seine Cola um. Wir sahen uns an, Tom und ich, und begannen schallend zu lachen.
Eine Viertelstunde später war endlich die ganze Sauerei beseitigt und wir konnten anfangen zu essen. Tom und ich warfen uns immer wieder grinsende Blicke zu. ,,Könnt ihr mal aufhören zu grinsen, wie die letzten beiden Idioten?“, meinte Bill irgendwann genervt. Tom schüttelte den Kopf. ,,Nö.“ Bill verdrehte die Augen und nahm einen Schluck von seiner Cola. Eine Weile aßen wir schweigend. Ich ließ meine Blicke durch das Restaurante wandern. Gerade betraten es drei Männer um die dreißig. Zwar kannte ich sie nicht, aber sie waren mir trotzdem sofort unsympathisch. Allerdings kümmerte ich mich nicht mehr weiter um sie, sondern widmete meine Aufmerksamkeit wieder meinen Freunden. Und meinem Essen, da mein Hals sich schon wieder verdächtig eng anfühlte. Schnell trank ich einen großen Schluck. Sofort bekam ich besorgte Blicke von meinen Freunden zugeworfen, denen mein Verhalten nicht verborgen geblieben war. ,,Alles okay, Anna?“, fragte mein Freund besorgt. Ich nickte. ,,Geht schon wieder“, versicherte ich ihm. Bill, Juli und vor allem Tom sahen mich weiterhin skeptisch an, aber begannen dann endlich wieder normal weiter zu essen. Zwar kannten wir uns inzwischen fast, beziehungsweise über ein Jahr, aber trotzdem fiel es meinen Freunden nicht leicht meine Essprobleme zu ignorieren. Gut, ignorieren war das falsche Wort. Es fiel ihnen schwer damit umzugehen. Aber das konnte ich verstehen – ich hatte selbst 16 Jahre dafür gebraucht. ,,Hättet ihr Lust, nachher noch ins Kino zu gehen?“, fragte Bill Juli und mich. Wir sahen uns an. ,,Klar“, kam es wie aus einem Mund. Die Zwillinge grinsten zufrieden.
,,Ich will nicht, dass ihr morgen wegfahrt“, murmelte Juli irgendwann.
,,Ich auch nicht“, stimmte ich ihr zu. Bill und Tom sahen uns mitleidig an.
,,Wir können uns momentan auch was Schöneres vorstellen“, gab Bill zu. Tom nickte nur, er hatte gerade den Mund voll. ,,Aber jetzt ist Schluss mit Trübsal blasen. Lasst uns einfach den Tag noch genießen“, entschied Juli. Dem war nichts hinzuzufügen.
Ich spürte, wie Tom unter dem Tisch nach meiner Hand griff und diese kurz drückte. Ich lächelte ihn kurz an.

,,Hey, Harry, ich hab nen Tisch gefunden!“, rief plötzlich jemand hinter uns. Ich zuckte zusammen. Mit einem Mal waren all diese Bilder wieder da. Wie ein Film im Zeitraffer schossen sie durch meinen Kopf. ,,Anna?“ - ,,Anna, ist alles in Ordnung?“, hörte ich meine Freunde fragen.
,,Ich…ich bin mal kurz auf dem Klo“, entschuldigte ich mich und verschwand. Um auf die Toilette kommen zu können, musste ich allerdings an diesem Tisch vorbei. Den Blick auf den Boden gerichtet lief ich schnell weiter und hoffte, dass mich keiner erkannt hatte.
Auf der Toilette angekommen, verbarrikadierte ich mich in einer Kabine und schloss ab. Zitternd ließ ich mich auf dem Klodeckel nieder. Nein, nein, nein! Das konnte und durfte nicht wahr sein! Hoffentlich hatten die drei Männer mich nicht erkannt. Immerhin war ich ihnen damals, vor einem Jahr, ,,abgehauen“. Da draußen saßen meine Entführer. Eigentlich hatte ich da schon lange nicht mehr dran gedacht. Bis heute. Diese Stimme hatte alle Erlebnisse von damals wieder aufleben lassen. Verzweifelt fuhr ich mir mit den Händen über mein Gesicht. Ich stutzte. Mein Gesicht war nass. Ich weinte. Aus Angst. Aus Angst vor den drei Männern , die da draußen saßen. Ob sie mich erkannt hatten?
Ich hörte, wie die Tür auf und wieder zu ging. ,,Anna?“, hörte ich gleich darauf die Stimme meines Freundes. Wir befanden uns auf einer Damentoilette, wohlgemerkt. ,,Anna?“
,,J…ja?“ Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Sofort stand Tom vor der Kabinentür. ,,Hey, Kleine, komm raus. Bitte.“ Er klang schon leicht verzweifelt. Noch einmal wischte ich mir über mein Gesicht und trat dann wieder Tom gegenüber, der mich sofort in den Arm nahm. ,,Was ist denn los?“, fragte er leise.
,,Diese Männer, Tom“, begann ich, ,,das…das sind die Männer, die mich letztes Jahr ent…entführt haben.“
,,Woher weißt du das? Ich dachte, du hast ihre Gesichter nicht gesehen.“
,,Ich habe sie an den Stimmen erkannt“, erklärte ich.
,,Lass uns wieder hoch zu den anderen gehen und dann die Polizei rufen“, entschied Tom und nahm meine Hand. Ich nickte, wusch noch schnell mein Gesicht und schminkte mich nach, dann gingen wir nach oben. Tom ging nach draußen, da er hier drin keinen Empfang hatte, und ich machte mich auf den Weg zu unserem Tisch. Allerdings kam ich nicht weit, denn plötzlich versperrte mir jemand den Weg.

Kapitel 201

,,Sieh mal einer an, wen haben wir denn da? Wenn das mal nicht die Kleine ist, die uns damals abgehauen ist“, grinste der eine.
,,Sie sieht man sich wieder, Püppchen“, meinte der Zweite. Ich taumelte zurück, wurde aber von hinten an den Schultern gepackt und festgehalten. ,,Tz, tz, tz. Wer wird denn da abhauen wollen?“, lächelte der dritte, der vorhin als Harry betitelt worden war, böse.
Ich bekam es mit der Angst zu tun. Wir befanden uns in einer der hintersten Ecken des Ladens. Hier war niemand außer uns. Ich hatte nur einen Wunsch – weg! Und das so schnell wie möglich! Meine Knie waren zittrig wie Wackelpudding. Doch nach Tom, Bill oder Juli zu rufen getraute ich mich nicht. ,,Was machen wir denn jetzt bloß mit dir, Püppchen? Immerhin bist du uns damals abgehauen. Allerdings wissen wir bis heute nicht, wie du das gemacht hast.“
,,Ich glaube, das geht dich auch einen feuchten Scheißdreck an, wie meine Freundin da herausgekommen ist“, hörte ich Tom sagen. Die Männer, die eben alle mich angeschaut hatten, wandten sich nun Tom zu. Dieser stand mit Bill und Juli hinter den Männern. Als meine Entführer Tom erkannten, begannen sie zu lachen. ,,Wir hätten damals doch Lösegeld fordern sollen“, lachte der eine. ,,Da ist uns ja ein richtiges Goldkehlchen ins Netz gegangen.“
,,Nur doof, dass ihr das damals nicht gewusst habt“, meinte Bill, was ihm einen bösen Blick von Juli und einen Rippenstoß von seinem Bruder einbrachte. Ich stand nur wie eine Salzsäule in der Mitte der Männer und wagte nicht mich zu bewegen. Der eine, der hinter mir stand, hielt mich immer noch fest. Verzweifelt schloss ich die Augen und versuchte meine aufflammende Panik zu unterdrücken. Allerdings fiel mir das von Sekunde zu Sekunde schwerer. Ob Tom die Polizei gerufen hatte? Ich sah zu ihm. Sein Gesicht war käseweiß. Ich vermutete, dass ich nicht besser aussah. Allerdings sah ich außer Angst noch etwas anderes in seinen Augen. Wut. Eine unbeschreibliche Wut. Hoffentlich würde er nichts Unüberlegtes anstellen. Das könnte unangenehme Folgen für uns haben. Aber irgendwas musste passieren. Ich wollte hier weg. Wollte nach Hause. Aber ich traute mich nicht, irgendwas zu tun. Noch einmal sah ich zu meinem Freund, der unauffällig mit dem Kopf in Richtung Fenster deutete. Dort standen einige Polizisten. Sofort war ich ein wenig erleichtert. Allerdings wunderte ich mich, dass die drei Männer um mich herum noch nichts gemerkt haben. Aber die waren noch zu sehr in eine entscheidende Diskussion vertieft, was sie jetzt mit mir anstellen wollten.
,,Was ist denn hier los?“, hörte ich eine mir bekannte Stimme hinter mir. Nein! Wo kamen die denn jetzt her? Das schienen sich alle zu fragen. Verwirrt sahen meine Entführer hinter sich, wo auf einmal Andi und Lea aufgetaucht waren. Sie sahen nicht minder geschockt aus, als wir anderen.
Ich ließ meinen Blick wie hypnotisiert auf Tom und Bill gehaftet. Man konnte ihnen förmlich ansehen, wie es in ihren Köpfen ratterte. Hoffentlich hatten sie nicht vor, sich auf die Männer zu stürzen. Denn, das war zweifellos, sie hatten nicht den Hauch einer Chance. Diese Männer waren Bodybuilder – allesamt, was sie mir nur noch unsympathischer und Angsteinflößender machte. Ich sah, wie Bill und Tom erst sich gegenseitig und dann ihrem besten Freund einen Blick zuwarfen, der nur eines bedeuten konnte – Angriff! Ich schloss ängstlich die Augen. Wollte nicht sehen, was gleich passieren würde. Doch das erwartete Kampfgebrüll blieb aus. Stattdessen hörte man klar und deutlich: ,,Polizei! Lassen sie sofort das Mädchen los!“ So schnell, wie ich sie geschlossen hatte, öffnete ich die Augen wieder. Ich sah, wie Bill, Tom, Juli, Lea und Andi erleichtert aufatmeten. Dazu war ich viel zu geschockt. Einer der Polizisten kam zu mir. ,,Geht’s dir körperlich so weit gut?“, fragte er. Ich nickte. ,,Wir bringen dich trotzdem zum Arzt“, entschied er. Wieder nickte ich. Und dann gaben meine Beine mit einem Mal nach und ich sank weinend auf den Boden. Sofort saßen meine Freunde um mich herum. Lea war die erste und schloss mich in den Arme. Und ich weinte nur noch. Nun kam auch Juli dazu. Zu dritt saßen wir auf dem Boden, ich zwischen meinen Freundinnen, weinend. Es tat gut, von ihnen gehalten zu werden. Ich klammerte mich regelrecht an ihre Oberteile. Plötzlich lockerten die beiden ihre Griffe und standen langsam auf. Stattdessen wurde ich von einer anderen Person in den Arm genommen. Tief sog ich diesen vertrauten Geruch von Tom ein. Dieser schloss mich sanft in die Arme und drückte mich fest an sich. Hilfe – und schutzsuchend klammerte ich mich an meinen Freund. ,,Hey, Anna, ist ja gut“, murmelte er. ,,Beruhige dich, Kleine.“ Langsam wurde ich ruhiger. Vorsichtig zog Tom mich hoch. ,,Komm…komm, wir gehen zum Arzt, ja?“ Ich nickte. Auch wenn ich von der Idee, jetzt zum Arzt zu gehen, nicht sehr angetan war – ich sah ein, dass es sein musste. Schon allein wegen dem Kind. Also nickte ich und wir gingen raus aus dem Laden. Davor standen zwei Polizeiwägen. In den einen wurden gerade die drei Männer verfrachtet. ,,Soll ich euch zum Arzt fahren?“, fragte einer der Polizisten.
,,Das wäre nett, danke“, antwortete Tom. Also stiegen er, Bill, Juli und ich in das zweite Polizeiauto. Andi und Lea riefen uns noch hinterher, dass wir uns melden sollten, wenn wir wieder zu Hause waren. ,,Machen wir“, versprach Bill und zog die Autotür hinter sich zu.







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