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Kapitel 196

Als wir wieder ins Wohnzimmer kamen, Bill hatte immer noch seinen Arm um mich gelegt, sah uns sofort ein strahlender Tom an. Mit einem ,,Na endlich“ streckte er die Arme aus. Ich merkte, wie Bill Arm von meiner Schulter glitt und noch bevor ich meinen Freund erreicht hatte, hielt dieser seinen Zwillingsbruder im Arm. Alle anderen, einschließlich ich, prusteten los. Das Bild war zwar irgendwie niedlich, aber Toms verdutztes und Bills schelmisch grinsendes Gesicht nahmen dem Ganzen ein Wenig von der Ernsthaftigkeit. Schnell lie0en sie sich wieder los, allerdings nicht, ohne noch einen lächelnden Blick auszutauschen. Dann wandte Tom sich wieder mir zu. Mit einem fragenden Blick breitete er zögerlich die Arme aus. Dieser Bitte folgte ich nur zu gern und lief in seine ausgebreiteten Arme. Sofort schlossen sie sich fest um mich. In dem Moment spürte ich einen Schlag gegen meinen Bauch. Allerdings von Innen. Schnell sah ich Tom an. ,,Hast du das auch gespürt?“, fragte ich.
,,Nein. Was denn?“, fragte er verdutzt zurück. Ich nahm seine Hand und legte sie zu meiner auf meinen Bauch. Und wieder spürte man es. ,,Es tritt“, hauchte Tom mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit, Freude und Unglauben in seiner Stimme.
,,Ja“, nickte ich nur. Sofort waren alle anderen um uns gescharrt und auf meinem Bauch lagen auf einmal elf Hände anstatt zwei. Doch es tat sich nichts mehr. ,,Ihr könnt eure Hände wieder von meinem Bauch runter nehmen“, meinte ich leicht genervt. Peinlich berührt zogen Siemone, Gordon und meine Freunde ihre Hände zurück und wir setzten uns alle wieder hin. Ich kuschelte mich an Tom., der seine Hände auf meinem Bauch platzierte. Aber bei ihm was das egal, er durfte das. ,,Tja, Georg, ich würde mal behaupten dein Kommentar vorhin hat nicht das Leiseste genützt“, bemerkte Gustav grinsend. Georg verdrehte nur die Augen und küsste seine Freundin kurz. Wir mussten lachen. ,,Also Kathi und du, ihr seid keinen Deut besser, als irgendein anderes Paar hier“, lachte Gustav. Wir streckten ihm als Antwort auf diesen Kommentar alle nur die Zunge raus. Unser einziger Single in der Runde lachte munter weiter. Zum Glück hatte er sich relativ schnell wieder gefangen und so waren wieder normale Gespräche möglich.
,,Wie sieht’s eigentlich mit Terminen aus, Jungs?“, fragte Kathi in die Runde.
,,Weiß ich ehrlich gesagt auch nicht“, gab Tom zu und sah fragend zu seinen Bandkollegen.
,,Also auf den Tag genau kann ich’s euch auch nicht sagen, aber ich weiß, dass wir vor unserem Geburtstag noch irgendwohin müssen“, antwortete Bill.
,,Na toll“, meinte Tom genervt.
,,Hey, dass sind doch noch eineinhalb Monate“, beruhigte ich ihn.
,,Ja, schon. Aber du kannst doch nicht mit. Wegen dem Kind“, gab Tom zu bedenken.
,,Stimmt.“ Geknickte senkte ich den Kopf.
,,Dann bleiben wir auch hier“, kam es aus drei Mädchenmündern. Verwundert sah ich meine Freundinnen an. ,,Ist das euer Ernst?“
,,Jap“, bestätigte Juli und alle drei nickten fest.
,,Wenn das so ist, fahr ich mit den vier mit“, entschied Andi. Ein Strahlen erschien auf den Gesichtern der Zwillinge. Auch wenn alle drei es nur ungern zugaben, es war schwer für sie, dass sie so viel getrennt waren. Wir Mädels fanden das immer wieder erstaunlich, dass Bill, Tom und Andi sich fast herzlicher begrüßten als wir. Aber es war schön zu sehen, wie gut sie sich verstanden. ,,Tu das, Andi. Das tut euch bestimmt gut. Mal wieder alleine, ohne uns“, gab ich ihm Recht.
,,Ja, endlich mal wieder ohne unsere schrecklichen Freundinnen“, lachte Bill. Natürlich wussten wir alle, dass das nicht ernst gemeint war und so fielen wir Mädchen in das Lachen der Jungs mit ein. ,,Und wir haben dann auch wieder Ruhe von euch“, konterte Juli.
,,Weil wir ja auch so wenig weg sind“, bemerkte Tom grinsend. ,,Wir machen ja seit Monaten, was, Jahren nichts anderes mehr, als Zuhause rumhocken..“ Wieder prusteten die Jungs los. Doch dieses Mal lachten sie alleine. Was Tom gesagt hatte, war selbstverständlich nicht ernst gemeint gewesen. Aber irgendwie fühlte ich mich scheiße. Zwar war allen, auch mir, klar, dass nichts von dem, was wir hier von uns gaben, ernst gemeint war. Trotzdem hatte sich bei mir gerade ein leichtes Schuldgefühl eingeschlichen. Schuldgefühle, weil ich nicht wollte, dass die Jungs wieder wegfuhren. Unbewusst kuschelte ich mich noch etwas näher an meinen Freund.

Kapitel 197

,,Was ist denn los, Anna?“, fragte Georg plötzlich. Er hatte wohl meinen traurigen Gesichtsausdruck bemerkt. Alarmiert sahen nun alle mich an. Reflexartig senkte ich meinen Blick auf den Boden. Doch das ließen die anderen, allen voran Tom, natürlich nicht durchgehen. Sanft hob er mit zwei Fingern meinen Kopf an und drehte ihn so, dass ich ihn ansehen musste. ,,Warum bist du so traurig?“, fragte er vorsichtig. Ich zuckte mit den Schultern. ,,Mann, ich weiß es doch auch nicht!“ Doch, du weißt es, redete mir mein Gewissen ein. Weil du nicht willst, dass die Jungs wieder wegfahren und du dich deswegen fühlst. Geknickt senkte ich den Blick wieder. ,,Weil ich nicht will, dass ihr wieder geht“, murmelte ich so leise, dass die anderen gar keine Chance hatten, mich zu verstehen.
,,Was hast du gesagt?“, fragte Bill prompt.
,,Verdammt!“, fluchte ich nun laut. ,,Ich will einfach gerade nicht, dass ihr wegfahrt! Und ich fühl mich total beschissen deswegen, weil ich euch nie im Weg stehen wollte und auch nicht will! Aber ich weiß nicht, wie ich das aushalten soll, wenn ihr weg seid und mit dem Baby und das Alles!“ Ich schwieg wieder und das Schweigen legte sich wie dicke, schwere Decke auf den Raum. Toms Arme hatten sich mit jedem meiner Worte enger um mich geschlossen. Ich drehte mich ein kleines Stück auf die Seite und vergrub mein Gesicht an seiner Brust. Ich atmete tief Luft ein und schloss die Augen. Ich spürte Toms Hände, die sanft über meinen Rücken streichelten. ,,Du stehst uns nicht im Weg, Anna“, durchbrach Bill schließlich die drückende Stille. ,,Keine von euch tut das.“
,,Ich würde doch auch lieber bei dir und dem Baby bleiben. Aber David dreht durch, wenn wir schon wieder absagen. Aber wenn irgendwas ist, schon die kleinste Kleinigkeit reicht, und ich komme sofort zurück.“ Tom sprach so leise, dass nur ich ihn hören konnte. Ich nickte kaum merklich. Tom drückte mir einen Kuss auf die Haare. Langsam setzte ich mich wieder so, dass ich die anderen wieder ansehen konnte. ,,Tut mir Leid“, murmelte ich kleinlaut.
,,Das muss dir nicht leid tun“, sagte Gustav sofort. ,,Wir verstehen das ja. Aber es ist nun mal unser Job.“
,,Weiß ich doch“, murrte ich.
,,Okay, Themawechsel bitte!“, rief Georg. Dankbar lächelte ich ihn an. Länger hätte ich nicht mehr über dieses Thema reden wollen. Er zwinkerte mir mit einem leichten Grinsen zu und widmete sich dann wieder seiner Lieblingsbeschäftigung – seiner Freundin Kathi. Lächelnd beobachtete ich die zwei. Manchmal beneidete ich Georg und Kathi – weil sie sich so gut verstanden. Allerdings fragte ich mich wie das auf Dauer gut gehen konnte, wenn alles so harmonisch war.
Juli und Bill hatten sich auch ab und an mal in den Haaren. Das war bei ihnen wie bei Tom und mir. Wir stritten uns nicht oft, aber wenn, dann richtig. Und die Jungs untereinander waren genau so. Die Twins waren noch mal ein ganz anderes Kalieber. Wenn die zwei sich mal stritten, waren alle anderen gezwungen sich in Sicherheitsabstand aufzuhalten. Sonst konnte man unter Umständen von fliegenden Gegenständen getroffen werden. Aber das war ja, Gott sei Dank, nicht allzu oft der Fall. Wenn Bill und Tom sich stritten, war es fast noch schlimmer für mich, als wenn ich mich mit irgendjemand stritt. Aber immerhin waren sie aus dem Alter raus, in dem sie sich mit Bratpfannen verkloppten. Als sie mir die Geschichte erzählt hatten, wäre ich fast gestorben vor Lachen. Schon allein diese Vorstellung: zwei Jungs, die genau identisch aussehen und sich gegenseitig, jeder mit einer Bratpfanne in der Hand, durch das Haus jagten. Ich musste bei dieser Vorstellung einfach nur noch lachen. Die anderen schauten mich nur dumm an. ,,Darf man mit lachen?“, fragte Tom. Sofort verstummte ich. ,,Anna, was war denn gerade so lustig?“, fragte nun auch Bill.
,,Ich hab nur nachgedacht“, winkte ich ab. Ich hatte keine Lust, jetzt meine ganzen Gedankengänge zu erklären. ,,Und ich will das jetzt nicht alles erklären, okay?“
,,Ist ja gut“, winkte Georg ab. Eine Weile war es still. Aber das mochte ich so an unsere Clique. Wir konnten uns auch mal eine Weile einfach anschweigen. Es reichte schon, wenn die anderen da waren. Ich schloss die Augen und lehnte mich an Toms Oberkörper. Das war bequem. Wenn es nach mir ginge, könnte ich auf der Stelle einschlafen. Ich war auch etwas müde und geschafft. Die Spaziergänge heute Mittag waren irgendwie sehr anstrengend gewesen. Das lag natürlich an dem zusätzlichen Gewicht des Babys, das ich mit mir herumtrug.







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