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Kapitel 194

Als das Auto dann um die Kurve, und somit auch aus unserem Blickfeld, verschwunden war, gingen wir wieder ins Haus. Ich überlegte, ob ich denn nun zu meinem Freund gehen oder ihn lieber noch ein Weilchen in Ruhe lassen sollte. Doch diese Entscheidung wurde mir dann glücklicherweise von Bill abgenommen. Der kam nämlich gerade die Treppe heruntergehüpft und geradewegs zu mir. ,,Ich soll dir von Tom sagen, dass er sich freuen würde, wenn du hochkämst“, flüsterte er mir ins Ohr und legte dabei eine Hand auf meine Schulter. Ich sah ihn an und als ich sein aufmunterndes Lächeln sah, lächelte ich zurück und rannte regelrecht die Treppe nach oben. Vor Toms geschlossener Zimmertür blieb ich jedoch stehen. Zögerlich klopfte ich. ,,Komm rein“, hörte ich sofort die Stimme meines Freundes. Das zauberte mir ein leichtes Lächeln auf die Lippen und ich trat ein. Tom saß auf dem Bett, den Rücken an die Wand gelehnt und die Knie angezogen. Ein ungewohntes Bild. Er lächelte, als er mich sah. Mit einer leichten Geste forderte er mich auf, mich neben ihn zu setzen, was ich auch sofort tat. Ich sah Tom an, getraute mich nicht zu fragen, was los war.
,,Tut mir Leid, dass ich einfach so abgehauen bin. Aber in dem Moment wurde mir einfach alles zu viel“, begann er schließlich ganz von selbst. ,,Ich weiß nicht, wie du das findest, aber ich habe nun mal immer das Gefühl, dich beschützen zu müssen. Du bist doch meine Freundin. Und ich will doch nur, dass es dir gut geht. Das ist das Wichtigste für mich. Gerade seit du schwanger bis. Und dass eines der Kinder tot ist, ist schon schlimm genug. Ich habe wirklich Angst, dass mit dem anderen Kind auch etwas ist. Und jetzt auch noch diese Fotos…ich weiß echt nicht, wo mir der Kopf steht. Alles, was ich will, ist mit dir unsere eigene kleine Familie gründen und glücklich sein. Warum ist das nur so verdammt schwer?“ Er stoppte und sah mich wieder an. Während er geredet hatte, war sein Blick die ganze Zeit starr nach vorne gerichtet gewesen. Ich schaute zurück. Dann drehte ich meinen Kopf wieder gerade. ,,Ich versteh dich so gut. Manchmal wünsche ich mir, wir hätten uns unter normalen Umständen kennen gelernt. Wie ganz normale Jugendliche auch. Aber dann kommt wieder diese Stimme in meinen Kopf, die mir sagt, dass wir uns wahrscheinlich nie getroffen hätten, wenn du nicht der Gitarrist von Tokio Hotel wärst. Und versteh mich jetzt bitte nicht falsch. Ich will nicht, dass unsere Beziehung auch nur den klitzekleinsten Einfluss auf die Band hat. Also auf das, wie ihr es macht. Nicht, dass du jetzt du musst aussteigen oder so, das will ich nicht. Und das würdest du auch nicht wollen.“ Als ich das sagte, griff Tom nach meiner Hand und verhakte seine Finger mit meinen. ,,Und wegen dem Beschützen. Tom, das brauchst du nicht. Jedenfalls nicht so sehr, wie du denkst. Die anderen sind doch auch noch da. Und wenn ihr weg seid, passt Andi auf und wir untereinander. Mir passiert schon nichts. Aber ich finde das süß von dir.“ Wir sahen uns wieder an und mussten grinsen. Auf einmal verspürte ich den Drang Tom zu küssen. Einfach ihn zu spüren, ihm zeigen, dass ich da war. Ich fasste an sein T-Shirt und zog ihn näher zu mir. Tom begann schelmisch zu grinsen. Sanft legte ich meine Lippen auf seine. Unserer beider Augen waren geschlossen. Tom ging selbstverständlich sofort auf den Kuss ein und so entstand ein wildes, aber zärtliches Spiel unserer Zungen.
Ebenso langsam, wie er begonnen hatte, endete dieser Kuss auch wieder. Dann legte Tom einen Arm um meine Schulter und zog mich enger zu sich. ,,Ich liebe dich, Kleine“, flüsterte er leise.
,,Ich dich auch.“ Dann saßen wir eine Weile einfach nur so da und schwiegen. ,,Sollen wir mal wieder runter zu den anderen gehen?“, fragte Tom mich nach ein paar Minuten. Ich nickte und nachdem er mir einen letzten Kuss gegeben hatte, standen wir auf.

Kapitel 195

Unten im Wohnzimmer wurden wir schon ungeduldig erwartet. ,,Na endlich“, begrüßte Andi uns. ,,Wir dachten schon ihr kommt gar nicht mehr.“
,,Falsch gedacht“, grinste Tom. ,,Wie du siehst, sind wir ja da.“ Von unseren Freunden beobachtet, ließ Tom sich auf das Sofa nieder und zog mich mit. Nun saßen wir nebeneinander und Tom nahm gleich meine Hand. ,,Boah, ehrlich. Könnt ihr nicht mal fünf Minuten die Finger voneinander lassen?“, fragte Georg sichtlich genervt.
,,Nö“, antwortete Tom grinsend. Ich zog es vor, mich da raus zu halten. Diese Diskussionen sollten die Jungs mal schön unter sich klären. Das taten sie dann auch. Sprich, Tom und Georg diskutierten und der Rest von uns sah und hörte zu.
Ich bemerkte, wie Bill mir immer wieder Blicke zuwarf und drehte mich zu ihm. Er machte mit dem Kopf eine Bewegung Richtung Tür. Ich verstand und nickte. Bill und ich standen also auf und verließen das Wohnzimmer. Alle, die nicht an der Diskussion beteiligt waren, warfen uns fragende Blicke hinterher. Und auch Georg und Tom stoppten kurz ihr Wortgefecht.
Als wir auf dem Flur standen und die Wohnzimmertür wieder hinter uns geschlossen war, hörten Bill und ich durch die geschlossene Tür, dass Tom und Georg gerade munter weitermachten. Wir grinsten uns kurz an. Bill forderte mich stumm auf ihm zu folgen und schweigend lief ich hinter ihm her in sein Zimmer.
Ich war selten hier. Meistens war ich in Toms oder meinem Zimmer. Oder unten im Wohnzimmer. Aber es gefiel mir hier. Ich mochte Bills Zimmer. Hier fühlte man sich automatisch wohl, sobald man es betrat. Unaufgefordert setzte ich mich auf das Bett und sah Bill erwartungsvoll an. ,,Und was wolltest du jetzt von mir?“, fragte ich, als er keinerlei Anstalten machte mit reden zu beginnen. Bill nahm sich einen Stuhl und setzte sich rittlings mir gegenüber. Die Arme verschränkte er auf der Rückenlehne des Stuhls.
,,Ich wollte einfach mal wieder ein wenig Zeit mit meiner besten Freundin“, erklärte er grinsend. Ich lächelte zurück. Doch dann wurde ich wieder ernst und sah Bill durchdringend an. ,,Okay. Und was ist noch?“
,,Man, dir kann man echt nichts vormachen“, bemerkte Bill mit einer Mischung aus genervtem und beeindrucktem Ton in der Stimme. ,,Na gut, ich wollte mit dir reden. Wegen den letzten Monaten und so.“
,,Aha?“ Gespannt sah ich ihn an, abwartend was nun kommen würde. Bill druckste ein paar Minuten herum, schien nach den richtigen Worten zu suchen. ,,Na ja, ich…ähm, es hat ja nicht nur Tom dich vermisst“, fing er schließlich an. ,,Ich hab dich auch vermisst. Und mir ging es schon beschissen ohne dich – ich will gar nicht wissen, wie Tom sich gefühlt hat. Wahrscheinlich so schrecklich wie noch nie in seinem Leben. Aber lassen wir das. Hier geht’s nicht um Tom, sondern um mich!“ Er grinste und auch ich konnte es mir nicht verkneifen. ,,Eigentlich wollte ich dir nur mal sagen, wie wichtig du mir bist. Ich habe manchmal das Gefühl, das weißt du gar nicht. Ich bin so froh, dass unser Van damals diese verdammte Panne hatte. Ehrlich. Und was wir in der, doch relativ kurzen, Zeit, in der wir uns jetzt kennen, schon alles durchmachen mussten, das erleben andere in zehn Jahren nicht. Ich bin da unglaublich dankbar für, ehrlich. Und ich will, dass du weißt, dass du immer mit allen Problemen zu mir kommen kannst, ja?“ Ich nickte und musste einen dicken Klos in meinem Hals runterschlucken. Bills Worte fand ich einfach unbeschreiblich lieb. Ich erhob mich von seinem Bett und ging zu ihm. Fest drückte ich ihn an mich. Er erwiderte die Umarmung. ,,Ich hab dich lieb, Bill“, flüsterte ich nah an seinem Ohr. Er lächelte. ,,Ich dich auch, Anna.“ Er strich mir einmal vom Nacken ab über den Rücken, dann lockerte er seine Umarmung wieder. Widerwillig ließ ich ihn ebenfalls los. Lächelnd legte er einen Arm um meine Schultern. ,,Na komm, lass uns runter gehen“, entschied er und zog mich sanft mit sich.







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