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Kapitel 192

Ein plötzlicher Schreck ließ uns auseinander fahren. ,,Das…das war doch nicht das, was ich denke?“, stammelte Tom und legte schützend die Hände auf meinen Bauch. Wir sahen uns an. Nervös kaute ich auf meiner Lippe herum. ,,Du meinst, das war ein Kamerablitz, oder?“, fragte ich leise. Meine Stimme zitterte. Tom nickte langsam. ,,Scheiße!“, fluchte ich. Fast instinktiv vergrub ich mein Gesicht in Toms riesigem T-Shirt. Als könnte ich so nachträglich noch verhindern, dass ich auf dem Foto zu erkennen war. Das ging natürlich nicht. Ich spürte, wie sich Toms Arme um mich legten und sanft an sich drückten. Dann fing er an mich sanft hin und her zu wiegen. ,,Hey, Kleine, das wird schon wieder. Mach dir keine Sorgen“, sprach er beruhigend auf mich ein, doch ich hörte, dass auch seine Stimme zitterte. Ich schlang ebenfalls die Arme um meinen Freund und drückte ihn an mich.
,,Komm, komm. Lass,…lass uns zurück gehen“, entschied Tom und nahm meine Hand. Langsam machten wir uns auf den Heimweg. Die ganze Zeit über sprach keiner von uns. Ich wusste nicht, was ich hätte sagen sollen. Die Tatsache, dass uns jemand fotografiert hatte, lag uns beiden sehr schwer im Magen.
Als wir endlich zu Hause angekommen waren, ging es mir ein klein wenig besser. Weil ich wusste, dass wenigstens hier drinnen Ruhe war.
,,Scheiße!“, fluchte Tom plötzlich neben mir. ,,Scheiße! Scheiße! Scheiße!“ Seine Stimme war mit jedem Mal lauter geworden und am Ende hatte er es schon richtig laut herausgeschrieen. Ich sah ihn an, nahm seine Hand und zog ihn ins Wohnzimmer. Dort setzten wir uns auf das Sofa, ich mich auf seinen Schoß, und ich nahm ihn in den Arm. Es war genau die umgekehrte Situation zu vorhin auf der Bank. Tom lehnte seinen Kopf an meinen Oberkörper und schlang seine Arme um mich. Ich stützte mich mit dem Kinn auf seinem Kopf ab und strich mit einer Hand sanft über seinen Rücken und seine Dreadlocks.
Nach ein paar Minuten sah Tom mich wieder an, er sah etwas traurig aus. ,,Es tut mir Leid, Anna“, entschuldigte er sich leise.
,,Du kannst doch nichts dafür, Tom“, beruhigte ich ihn. ,,Das ist jetzt halt passiert und man kann es nicht mehr ändern.“
,,Aber wäre ich nicht der Gitarrist von Tokio Hotel wäre das gar nicht erst passiert. Dann könnten wir wie ganz normale Menschen spazieren gehen, und küssen und eine kleine, eigene Familie gründen.“ Als Tom das sagte, machte mein Herz einen kleinen Hüpfer. Unsere eigene kleine Familie.
,,Aber, Tom“, meinte ich. ,,Tom, schau mich mal an.“ Mein Freund hob seinen Blick wieder und sah mir genau in die Augen. ,,Hör mir mal zu, Schatz. Erstens wusste ich, wussten wir beide, worauf wir uns einlassen, wenn wir zusammen sind. Und da stehe ich auch immer noch voll und ganz dahinter. Ich weiß, du würdest mich am Liebsten von dem ganzen Rummel fernhalten, mich davor beschützen. Aber immer wird das einfach nicht funktionieren. Ich weiß nicht, aber ich denke, früher oder später hätte es so oder so jemand herausgefunden. Dass ich ein Kind bekomme. Von dir, Tom Kaulitz. Dem einzigen Junge der Welt, den ich liebe. Und das weißt du. Und ich freue mich schon, wenn das Kind da ist. Unser Kind. Weil ich weiß, dass du ein ganz toller Papa sein wirst und wenn das Kind größer ist, wird es auch ganz stolz auf dich sein.“ Ich sah ihn immer noch an und lächelte. Auch auf Toms Gesicht erschien ein Lächeln. ,,Ich liebe dich, Tom.“
,,Ich liebe dich auch, Kleine“, erwiderte Tom und küsste mich zärtlich.
Als wir uns wieder voneinander lösten, hörten wir ein Räuspern von der Tür aus. Ruckartig drehten wir unsere Köpfe zur Tür, wo Bill und Juli standen. ,,Wir stören euch ja nur ungern, aber unsere Eltern sitzen in der Küche und würden gern wissen, was los ist. Toms Schrei war nämlich kaum zu überhören“, erklärte Bill.
,,Wir kommen gleich“, versprach Tom. Bill und Juli nickten und verschwanden ebenfalls in die Küche. Tom drückte mich noch einmal fest an sich. ,,Danke, Kleine. Ich liebe dich“, flüsterte er mir ins Ohr. Ich lächelte und küsste ihn kurz. ,,Na komm, lass uns zu den anderen gehen“, meinte ich und hielt ihm meine Hand hin, die er lächelnd ergriff.

Kapitel 193

In der Küche wurden wir schon von ungeduldigen Familienmitgliedern empfangen. Andi, Georg, Gustav und Kathi waren auch noch da, das hatte ich ganz vergessen. ,,Was ist denn mit euch los?“, fragte Gustav sofort, als wir die Küche betraten. Tom und ich setzten uns erst mal, bevor Tom meinte: ,,Irgend so ein doofer Paparazzo hat uns fotografiert, als wir uns gerade geküsst haben.
,,Na super“, murmelte Georg halblaut und ließ seinen Kopf an die Wand hinter sich fallen.
,,Das kannst du laut sagen“, pflichtete Tom ihm bei. ,,Das Schlimmste ist aber, dass man wirklich alles erkennt. Annas Gesicht und vor allem ihren Bauch.“
,,Fuck!“, entfuhr es Bill. ,,Und jetzt?“
,,Nichts und jetzt, Bill!“, fuhr Tom ihn an. Fuhr dann aber ruhiger fort: ,,Jetzt gibt es dieses Foto, das höchstwahrscheinlich morgen in sämtlichen Zeitungen und Teeniezeitschriften sein wird und wir müssen überlegen, wie wir das David und der Presse erklären.“
,,Ach du Scheiße, David? Der weiß das noch gar nicht?“, fragte Andi. Tom schüttelte den Kopf.
,,Hey Jungs und Mädels, jetzt hört auf hier Trübsal zu blasen“, mischte sich plötzlich Siemone ein. ,,Wir finden dafür schon eine Lösung.“
Tom und ich seufzten leise. ,,Ich wünschte, ich hätte deinen Optimismus, Mama“, seufzte Tom. Ich griff nach seiner Hand, welche auf meinem Oberschenkel platziert war, und streichelte mit dem Daumen kurz darüber. Tom sah mich an und lächelte kurz. Doch dann wandten wir uns mit der Aufmerksamkeit wieder den restlichen Leuten zu.
,,Lasst uns jetzt erst mal über was anderes reden“, schlug Bill vor. ,,Wenn wir jetzt darüber nachdenken und nach einer Lösung suchen, bringt das auch nichts. Wir können jetzt eh nichts mehr ändern.“ Und damit hatte er Recht. Tom warf seinem Zwilling einen dankbaren Blick zu und lächelte. Bill lächelte aufmunternd zurück.
Zwar redeten wir nun über andere Themen, aber wirklich gute Stimmung wollte nicht aufkommen. Plötzlich stand Tom ruckartig auf und verließ ohne ein Wort die Küche. Wir sahen ihm nur verdattert hinterher. Bill küsste Juli kurz und stand ebenfalls auf. ,,Ich geh ml nach ihm gucken“, verkündete er und war schon verschwunden. Ich sah Bill etwas wehmütig hinterher. Wie gern würde ich jetzt die Treppe hoch zu Tom gehen, aber ich wusste, dass das eine Situation war, die erst einmal auf Tom-Bill-Art geklärt werden musste. Ich kannte meinen Freund, später würde er es mir auch noch erzählen.
,,Anna“, riss mich eine Stimme aus meinen Gedanken, ,,wir müssen dann auch mal wieder los.“ Verwirrt schaute ich meinen Vater an. Über den ganzen Trubel hatte ich ganz vergessen, dass meine Familie ja auch wieder zurück nach Hause musste. Lächelnd nickte ich und registrierte, dass meine Eltern es wohl sehr eilig hatten. Schnell standen sie auf und holten ihre Sachen.
Zehn Minuten später standen wir im Flur und verabschiedeten uns. ,,Tschüss Anna“, sagte meine Mutter und umarmte mich, ebenso wie mein Vater. Mein Bruder und ich beließen es bei einem Handschlag. Grinsend ließen wir uns wieder los und ich sah meiner Familie zu, wie sie ins Auto stieg. ,,Tschüss!“, hörte man von irgendwo noch zwei synchrone Stimmen. Ich lief nach draußen und sah, wie alle anderen, nach oben. Aus Toms Zimmerfenster schauten zwei Köpfe heraus. Ich sah meine Freunde, die mit mir hier unten waren, an und wir mussten mit einem Mal losprusten. Diese Zwillinge waren einfach unvergleichlich.
,,Tschüss, ihr zwei!“, rief mein Vater zurück. Und meine Mutter fügte noch hinzu: ,,Wir verlassen uns darauf, dass ihr kommt!“ Bill und Tom nickten. ,,Ist gebongt!“, riefen sie zurück. Dann stiegen meine Eltern ins Auto, in dem mein Bruder schon drin saß. Georg tippte mich mit dem Ellenbogen an. ,,Ich glaube, da wird dein Typ verlangt, Anna“, grinste er. Ich drehte mich um. Mein Bruder winkte mich zu sich. Schnell ging ich zu ihm. ,,Hm?“, machte ich nur fragend.
,,Du kannst den vier Jungs ausrichten, sie sind gar nicht so übel, wie ich immer dachte“, meinte er. Es schien ihm unangenehm zu sein, das zuzugeben und ich wusste, dass er sich schon überwinden musste, das überhaupt zu tun. Ich grinste ihn an. ,,Mach ich. Und keine Angst, ich warte, bis ihr weit genug weg seid.“
,,Ha ha.“ Er streckte mir die Zunge raus. Lachend schlug ich die Autotür zu und dann fuhr meine Familie zurück nach Freiburg.







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