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Kapitel 188

Es passierte nicht mehr viel den restlichen Tag. Unsere Eltern gingen noch etwas spazieren und wir ,,Kinder“ blieben zu Hause. Ich freute mich, dass meine Eltern so gut mit Siemone und Gordon klar kamen. Dann müsste man sich wenigstens darüber keine Gedanken machen, sollten Tom und ich noch länger zusammen bleiben. Wenn es nach mir ginge, würde alles so bleiben, wie es jetzt war. Für den Rest meines Lebens. Ob ich Tom heiraten würde? Ich wüsste nichts, was dagegen spricht. Aber ich war gerade achtzehn geworden und Tom war noch siebzehn. Und was er vom Heiraten hielt, war ja weit bekannt. Na ja, man soll ja niemals nie sagen. Er sagte ja selber, dass er sich verändert hatte, seit er mich kannte. Warum also auch nicht in dieser Hinsicht? Der Gedanken an Tom und mich in der Kirche verursachte ein freudiges Kribbeln in mir.
,,Anna? Hey, Anna.“ Eine sanfte Stimme riss mich aus meinem Tagtraum. Ich blinzelte einmal und sah Tom an. ,,Hm?“
,,Was ist denn los? Du bist ja völlig in deinen Gedanken versunken. Über was hast du denn nachgedacht?“, fragte Tom.
,,Ach, ist nicht so wichtig“, winkte ich ab. Tom sah mich durchdringend an, fragte aber nicht weiter. Zum Glück. Ich würde ihn mit diesem Wunsch doch völlig überrollen. Aber vielleicht wäre ich früher oder später in der Lage mit ihm über dieses Thema zu reden. Jetzt, einen Tag nachdem wir wieder zusammen gekommen waren, war sicherlich noch nicht der richtige Zeitpunkt. Insgeheim hoffte ich ja, dass Tom auch zu diesem Wunsch gekommen war und mich selbst fragen würde. Gedankenverloren streichelte ich über meinen Bauch und kuschelte mich unbewusst näher an meinen Freund. Der sah mich zwar etwas erstaunt an, freute sich aber über meine Anschmiegsamkeit. Er schlang seinen Arme um mich und legte seine Hände zu meinen. Nun saßen wir aneinander gelehnt, die Hände auf meinem Bauch ineinander verschlungen auf dem Sofa. ,,Ihr könnt von Glück reden, dass wir diese und nächste Woche keine Termine haben“, bemerkte Bill und auch, wenn ich ihn nicht ansah – sein Grinsen war hörbar. ,,Ihr würdet ja sterben, müssten wir jetzt schon wieder weg.“ Tom und ich sahen erst uns, dann Bill an. Auf jedem unserer Gesichter lag ein riesiges Grinsen. ,,Stimmt“, bestätigten Tom und ich trocken. Juli, Lea und Kathi lachten und die anderen Jungs grinsten nur doof.
In dem Moment vernahmen wir das Geräusch des Hausschlüssels im Türschloss. Automatisch wanderten alle Blicke zur Wohnzimmertür, in welcher kurz darauf Siemone erschien. ,,Wir sind wieder da“, teilte sie uns überflüssigerweise mit. ,,Wollt ihr in die Küche kommen und einen Kaffee mit uns trinken?“
,,Jap. Wir kommen gleich“, antwortete ihr älterer Sohn und alle anderen nickten nur.
,,Okay“, meinte Siemone nur noch und war wieder verschwunden.
Schwerfällig kämpfte Georg sich aus seinem Sessel. ,,Also kommt, gehen wir in die Küche“, entschied er und hielt Kathi seine Hand hin, welche sie sofort ergriff. Andi und Lea folgten ihrem Beispiel. Nach und nach kämpften wir uns alle aus unseren gemütlichen Positionen und gingen in die Küche.

Kapitel 189

Dort saßen unsere Eltern und unterhielten sich angeregt. Wir setzten uns schweigend dazu und nahmen uns alle eine Tasse Kaffee. Bis auf mich natürlich. Worüber es genau bei der Unterhaltung der Erwachsenen ging, konnten wir nicht heraushören, aber es schien um unsere ,,früheres Leben“ zu gehen. Das Eltern sich auch über nichts anderes austauschen konnten! Ich warf Tom einen leicht verzweifelten Blick zu, den er ebenso erwiderte. Ich musste leicht lächeln. Tom fasste unter dem Tisch nach meiner Hand und streichelte diese leicht. Wir würden so schnell nicht mehr zu trennen sein. Dafür mussten wir zu vieles nachholen.
Endlich schienen uns auch unsere Eltern zu bemerken, denn ihr Gespräch verstummte. ,,Ist unsere Kindheit interessant? Ja?“, fragte Bill grinsend. Meine Mutter warf Siemone einen Blick zu und auch die anderen beiden Elternteile warfen sich Blicke zu. Plötzlich stahl sich ein Grinsen auf alle vier Gesichter. ,,Na, über irgendwas müssen wir uns doch unterhalten“, verteidigte meine Mutter die Erwachsenen.
,,Sagt ja keiner was dagegen“, meinte Gustav.
,,Es ging ja aber auch nicht um dich, Juschtel“, warf Tom sofort ein. Für diesen Name bekam er erst mal einen bösen Blick von Gustav zugeworfen.
,,Okay, okay, wir hören ja schon auf“, glättete Gordon die Wogen.
,,Und wieso sollten wir jetzt kommen?“, fragte Bill nach einigen Schweigemomenten.
,,Einfach so, wir wollten gern unsere Kinder um uns herum haben“, meinte seine Mum. ,,Na ja, ihr seid zwar nicht alle unsere, aber bei euch gibt es da ja schon lange keinen Unterschied mehr.“ Wir Angesprochenen mussten unwillkürlich grinsen. Das stimmte. Gustav, Georg, Kathi, Andi und Lea waren so häufig hier, dass es mich manchmal wunderte, dass ihre Eltern das noch mitmachten. Die bekamen ihre Kinder ja so gut wie gar nicht zu Gesicht. Die wenige Zeit, die sie zu Hause waren, verbrachten sie meistens mit uns. ,,Haben eure Eltern da nichts dagegen?“, fragte ich neugierig. Ich konnte mir vorstellen, dass es schwer für sie war. Ihre Kinder waren immer unterwegs und wenn sie doch mal da waren, hockten sie hier rum.
,,Och joa. Sehr begeistert sind sie nicht. Meistens jedenfalls. Aber sie können es uns ja schlecht verbieten. Wir sind ja volljährig“, grinste Georg. Das letzte Wort betonte er besonders, was ihm einen bösen Blick der Twins bescherte. ,,Georg!“, kam es sauer von beiden. Sie hassten es, wenn Georg, Gustav und Andi ihr eines beziehungsweise die zwei Jahre, die sie ihnen voraus waren, so raushängen ließen. Die Angesprochenen lachten nur. ,,Kriegt euch wieder ein. Es sind doch nur noch eineinhalb Monate.“ Bill und Tom ließen nur ein missmutiges Brummen hören.
,,Jungs, regt euch ab“, meldete sich nun auch Siemone zu Wort. Die ganze Zeit hatten unsere Eltern nur dabei gesessen und die Szene amüsiert beobachtet.
,,Und es ist trotzdem scheiße!“, murrten die Twins, doch dann gaben sie Ruhe. Tom fasste wieder nach meiner Hand, die er zwischenzeitlich losgelassen hatte, da er gestikulieren musste. Ein Blitz durchfuhr mich, als wäre es unsere erste Berührung. Wären nicht so viele Leute um uns herum, vor allem unsere Eltern, säßen wir wahrscheinlich nicht mehr so artig nebeneinander. Ich musste unwillkürlich grinsen. Schnell trank ich einen Schluck, um es zu ersticken. Sonst hätte ich wahrscheinlich noch einen Lachkrampf gekriegt.
,,Anna, Juli, Lea, habt ihr Lust ein Bisschen spazieren zu gehen?“, fragte Kathi. Wir sahen uns kurz an und nickten.
,,Und wir?“, fragten alle fünf Jungs wie aus einem Mund.
,,Ihr haltet es doch sicher auch eine Weile ohne uns aus“, meinte Lea frech und stand schon auf. Wir anderen Mädchen folgten uns. ,,Wenn du wieder da bist, will ich aber auch noch ein bisschen Zeit mit dir alleine haben“, flüsterte Tom.
,,Kriegst du“, versprach ich ebenso leise, gab ihm noch einen Kuss auf die Wange und folgte meinen Freundinnen.







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