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Kapitel 184

Tom und ich waren den restlichen Abend nicht mehr getrennt aufzufinden. Gerade saßen wir zusammen auf einem Sofa, eng aneinander gekuschelt, und sahen dem bunten Treiben im Saal zu. Toms Hand streichelte über meinen Bauch. Ich saß an ihn gelehnt und hatte meinen Kopf auf seiner Schulter gebettet. Wegen mir könnten wir noch stundenlang hier so sitzen bleiben.
,,Ich liebe dich“, hauchte Tom mir auf einmal ins Ohr. Ich sah ihn an und küsste ihn sanft auf die Wange. ,,Ich dich auch, Schatz.“ Wieder trafen sich unsere Blicke. Tom musterte mich sanft. Und auch ich saß ganz ruhig da und sah ihn an. Langsam näherte sich unsere Köpfe, bis unsere Lippen schließlich aufeinander trafen. Ich legte meine Hände in Toms Nacken und er seine um meine Hüfte, an welcher er mich noch ein Stückchen näher zu sich zog. Fast gleichzeitig öffnete wir unsere Lippen und ließen unsere Zunge in die Mundhöhle des jeweils anderen wandern. In mir schien alles zu explodieren. Dieser Kuss war so voller Liebe und Gefühl, dass mir fast schwindelig wurde. Wie berauscht gab ich mich einfach nur diesem wunderbaren Augenblick hin, der niemals enden sollte.
Natürlich wurden wir doch gestört. Und wer könnte das besser als – Bill? Leich genervt lösten Tom und ich uns voneinander und sahen genervt zu eben jenem Junge, der uns gestört hatte. ,,Was?“, blaffte Tom seinen Bruder an, der nur vor sich hingrinste. ,,Nichts“, entgegnete Bill ruhig und grinste weiter.
,,Das stimmt nicht, Bill.“ Tom seinen Zwilling durchdringend an. Doch beide grinsten wie Honigkuchenpferde.
,,Ich freu mich nur, dass ihr wieder zusammen seid“, erklärte Bill endlich. ,,Ihr ward in den letzten paar Monaten ja unausstehlich!“ Er lachte.
,,Also bitte, so schlimm war es ja wohl nicht!“, verteidigten wir uns.
,,Doch“, bekräftigte Bill seine Aussage. Tom und ich stöhnten auf. Insgeheim wussten wir, dass er Recht hatte. ,,Komm, du brauchst gar nicht so zu tun, Tom. Du weißt, dass ich Recht habe.“ Bill grinste triumphierend. Tom und ich sahen uns an und grinsten ebenfalls. Doch wir erwiderten nichts darauf. Doch Bill reichte das schon. ,,Na also“, meinte er nur zufrieden. Ich verdrehte die Augen. Manchmal war dieser Junge dermaßen unausstehlich, dass ich ihn am Liebsten auf den Mond schießen würde. Allerdings würde er mir fehlen. Ich musste grinsen. Ich bemerkte, wie Tom und Bill sich gegenseitig angrinsten. Sie sahen sich so intensiv an, dass ich mich fragte, wie sie das aushielten. Doch nach kurzer Zeit wurde mir bewusst, was sie taten: sie unterhielten sich. Stumm. Nur durch Blicke und Gedanken. Ich griff nach meinem Glas und trank einen Schluck. Das konnte noch eine Weile dauern und stören wollte ich sie nicht. Also lehnte ich mich zurück und sah durch den Saal. Es war noch einiges los, obwohl es bereits drei Uhr morgens war, wie ich mit einem Blick auf die Uhr feststellte. Ich ließ meinen Blick umherschweifen. In einer Ecke saßen Georg und Kathi und kuschelten. Auf einem weiteren Sofa entdeckte ich Lea und Andi. Wo Juli und Gustav waren, wusste ich nicht. Ich fand sie nicht. Doch, da. Sie saßen an der Bar und quatschten mit Jacky.
Ich nahm eine Bewegung neben mir wahr und wandte meinen Blick wieder von der Bar ab. Bill und Tom hatten sich endlich wieder aus ihrer Starre gelöst und taten, als wäre nie etwas gewesen. ,,Na, alles geklärt?“, fragte ich grinsend. Als Antwort bekam ich nur zwei dämlich grinsende Gesichter zu sehen. Das deutete ich einfach mal als Ja.
,,Ich geh dann mal wieder. Ich will euch ja nicht zu lange vom Knutschen abhalten“, grinste Bill und war auch schon verschwunden. Dass Tom und ich ihm hinter seinem Rücken den Mittelfinger zeigten, bemerkte er gar nicht mehr.

Kapitel 185

Etliche Stunden später waren wir wieder zu Hause. Es dämmerte bereits wieder. Als die Haustür hinter uns ins Schloss gefallen war, dauerte es keine fünf Minuten mehr und Tom und ich waren in seinem Zimmer verschwunden. Ich sog einmal tief Luft ein und nahm all diese vertrauten Gerüche auf. Tom beobachtete mich lächelnd und begann sich bis auf die Boxershorts auszuziehen. Ich musst etwas lachen, als ich sah, dass hier und da noch Grashalme aus Toms Shirt und seiner Baggy purzelten. Tom grinste nur breit. Langsam zog ich mich auch aus. Doch ich zog mir wieder ein Top an. In dieser Hinsicht hatten Jungs es eindeutig besser. Schnell schlüpfte ich zu Tom unter die Decke. Sofort streckte er einen Arm aus und zog mich eng an sich. Meine Hand streichelte sanft seinen Bauch. Tom streichelte ebenfalls meinen Bauch. Plötzlich merkte ich, wie mir Tränen in die Augen traten. Freudentränen. Doch ich versuchte gar nicht erst, sie zurückzuhalten. Stumm ließ ich sie über mein Gesicht laufen. Eine tropfte auf Toms Schulter. Sofort sah er auf. ,,Weinst du Maus?“, fragte er besorgt.
,,Ist schon okay“, entgegnete ich und schluckte fest.
,,Nein, nichts ist okay! Warum weinst du, Kleine?“, bohrte Tom weiter.
,,Ich bin nur so glücklich, Tom. Ich hab dich so sehr vermisst“, schluchzte ich leise. Sofort zog Tom mich noch näher zu sich. ,,Ich habe dich auch vermisst, Kleine.“ Seine Stimme klang ebenfalls belegt, als würde er gleich weinen. Ich wischte meinen Tränen weg und küsste Tom lange.
,,Oh man, ich liebe dich so unglaublich“, sagte Tom leise, als unsere Lippen sich wieder gelöst hatten. Dafür küsste ich ihn gleich noch mal. ,,Ich schwöre dir, Anna, so einen Scheiß mach ich nie wieder“, versprach er. Und ich sah in seinen Augen, dass er es todernst meinte. Ich sah, wie eine Träne sein Auge verließ und sich langsam den Weg über sein Gesicht bahnte. ,,Scheiße Mann! Ich wollte doch nicht heulen!“, meinte Tom sauer. Ich nahm ihn fest in den Arm. ,,Weine ruhig, Schatz“, murmelte ich. ,,Du musst nicht immer stark sein.“ Und dann begann Tom zu weinen, aber richtig. Und ich hielt ihn einfach nur im Arm. Wie ein kleines hilfloses Kind kam er mir vor, das man beschützen muss. Doch es störte mich nicht, im Gegenteil. Ich liebte es, wenn Tom sich einfach mal gehen ließ. Zwar war mir von Anfang an klar, dass er nicht der Macho war, als der er in der Presse immer dargestellt wurde, aber der Mensch, der jetzt am Liebsten und immer seine Gefühle offenbarte, war er auch nicht.

Jetzt lag er also in meinen Armen und weinte. Sanft streichelte ich über seine Mütze, die seine Dreads beim Schlafen schützte, und dann immer weiter runter über seinen Rücken. Zwischendurch hauchte ich ihm immer wieder leichte Küsse ins Gesicht.
Schließlich hatte Tom sich wieder beruhigt und sah mich ruhig an. Er lächelte sanft. ,,Womit habe ich dich eigentlich verdient?“, fragte er flüsternd. Ich lächelte nur und küsste ihn.
,,Damit“, meinte ich dann und zeigte auf Toms Herz. ,,Außerdem habe ich dich, so gesehen, auch nicht verdient.“
,,Doch, hast du. Mehr als jedes andere Mädchen auf der Welt. Ich weiß auch nicht. Ich habe dich gesehen an dem Tag, an dem wir uns kennen gelernt haben, und mich sofort in dich verliebt. Ich dachte ja nicht, dass mir das noch mal passieren würde.“
,,Wieso?“, fragte ich. ,,Was meinst du?“
Tom zögerte einen Moment und fragte dann: ,,Habe ich dir noch nie erzählt, warum ich so bin, wie ich bin, was Mädchen angeht?“
,,Du meinst dieses Machogehabe?“, erkundigte ich mich und deutete mit den Fingern Gänsefüßchen an. Tom nickte und grinste leicht. ,,Nein, hast du mir noch nie erzählt“, meinte ich.
,,Willst du die Geschichte hören?“, fragte Tom leise. Ich nickte. Er küsste mich noch einmal, bevor er zu erzählen begann:







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