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Kapitel 174

*Toms Sicht*

Nach einer Weile ging Bill wieder. Ich blieb an der Bar sitzen und bestellte mir noch was zu trinken. ,,Hallo, Tom“, hörte ich plötzlich eine mir bekannte Stimme hinter mir. Erstaunt drehte ich mich um. Mit allen Leuten hätte ich hier gerechnet, aber nicht mit IHR! ,,Was machst du denn hier?“, platze es aus mir heraus. Bevor sie antwortete, setzte Linda sich neben mich auf einen Barhocker. Die ganze Zeit ließ ich sie nicht aus den Augen. Seelenruhig, als hätte ich ihr keinen Frage gestellt, bestellte sie sich noch ein Cola-Bier. Als es ihr hingestellt wurde, nippte sie noch daran. Diese Ruhe, die sie an den Tag legte, machte mich nervös.
,,Ich bin zufällig vorbeigekommen“, antwortete sie endlich. ,,In der Schule hatte ich von der Party gehört.“
,,Dir ist schon klar, dass es ungemütlich wird, wenn die anderen dich sehen?“, fragte ich. Linda nickte nur ruhig. Ihr Blick wanderte durch den Saal, während ich mich nicht getraute sie aus den Augen zu lassen. Plötzlich sah sie mich wieder an, sah mir genau in die Augen. ,,Was läuft denn da zwischen Anna und Gustav?“, fragte sie erstaunt. Ich zuckte nur mit den Schultern und bestellte mir noch etwas zu trinken. Wie lange ich hier schon saß, wusste ich nicht. Aber ich merkte, wie mir der Alkohol langsam zu Kopf stieg.
Linda und ich tranken immer mehr und unterhielten uns angeregt. ,,Kommst du mit raus?“, fragte sie mich plötzlich. Wie mechanisch nickte ich. Gemeinsam gingen wir auf den Flur. Zielstrebig zog Linda mich in einen anderen Raum. ,,Hier sind wir ungestört“, grinste sie und schloss die Tür ab. In diesem Moment dämmerte mir, was sie vorhatte. Ich wollte gehen, doch Linda hielt mich auf. ,,Aber…“, wollte ich protestieren. Doch Linda ließ mich gar nicht ausreden. Stattdessen küsste sie mich. Ich war so überrascht, dass ich mich gar nicht wehrte. Und als ich nicht mehr nachachte, sondern es einfach geschehen ließ, begann es mir zu gefallen. Linda begann inzwischen sich an meinen Klamotten zu schaffen zu machen. Und auch ich konnte meine Hände nicht mehr ruhig halten. ,,Hast du ein Kondom?“, fragte ich zwischen zwei Küssen. Linda nickte und zog eines aus ihrer Tasche. Nun hielt uns nichts mehr. Wir rissen uns die Klamotten förmlich vom Körper. Linda gab mir das Kondom, das ich schnell überrollte. Wir ließen uns auf ein Sofa fallen, das hier im Raum stand, und ich drang in sie ein. So verharrten wir einen Augenblick. ,,Denk nicht mehr an Anna“, hauchte Linda. Konnte diese Frau Gedanken lesen? Doch ich gehorchte und begann mich in ihr zu bewegen.

*Annas Sicht*

Plötzlich stand Bill vor uns. ,,Sagt mal, spinnt ihr?“, fuhr er Gustav und mich an. ,,Tom ist total am Boden wegen euch!“
,,Na und? Tom war es ja auch egal, wie ich mich gefühlt habe, als er fremdgegangen ist.“ Ich wunderte mich, wie leicht diese Worte über meine Lippen kamen. ,,Wenn er wieder mit mir zusammen sein will, soll ER sich entschuldigen.“ Bill sagte daraufhin nichts mehr und ich ging mir etwas zu trinken holen.

Weitere Aufregungen gab es dann auf dem Fest auch nicht mehr. Irgendwann, lange nach Mitternacht, machten wir uns alle auf den Heimweg. Gustav versuchte die ganze Zeit ein Gespräch mit mir anzufangen. Allerdings war ich nicht so ganz bei der Sache. ,,Was ist los, Anna?“, fragte er schließlich. Wir waren inzwischen bei Gustav angekommen. Ich zuckte mit den Schultern. ,,Ist es wegen Tom?“, fragte Gustav weiter. Ich überlegte. War es wegen Tom? Nach ein paar Minuten nickte ich. ,,Ach Anna“, seufzte Gustav und nahm mich in den Arm. ,,Mach dir keinen Kopf mehr darüber. Wenn er kommt, kommt er. Und Tom wird kommen, vertrau mir.“
,,Bist du sicher?“, fragte ich ihn skeptisch und sah ihn an.
,,Ganz sicher“, antwortete Gustav und sah mir genau in die Augen. ,,Ich kenne Tom. Er hat ein sehr schlechtes Gewissen. Damit muss er erst mal fertig werden. Er muss das ganze erst mal mit sich selbst ausmachen. Und wenn er das geschafft hat, meldet er sich. Tom liebt dich. Das weiß ich. Und die weißt das auch, Anna. Und Tom weiß es auch.“ Zögernd nickte ich. Dann küsste ich Gustav zärtlich. Ich öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch Gustav kam mir zuvor. ,,Nein, du bedankst dich jetzt nicht. Ich mach das doch gerne.“ Also schloss ich meinen Mund wieder, ohne dass ein Ton über meine Lippen gekommen war. ,,Aber zum Dank küssen darf ich dich, oder?“, fragte ich und grinste.
,,Jeder Zeit“, grinste Gustav zurück. Ich legte meine Hände in seinen Nacken und zog in näher zu mir, bis ich seine Lippen auf meinen spürte. Wir verfielen in einen langen zärtlichen Kuss. Irgendwann schliefen wir ein.

Kapitel 175

*Toms Sicht*

Am nächsten Tag wachte ich erst am späten Nachmittag auf. Aus irgendeinem Grund fühlte ich mich komisch. Und dieser Grund war ganz sicher nicht, dass ich gestern vielleicht etwas zu viel gebechert hatte. Eher fühlte ich mich, als hätte ich etwas getan, das ich nicht hätte sollte und wollte. Aber ich konnte noch so viel in meinem Gehirn kramen – mir fiel nicht ein, was gestern los gewesen war. Um etwas Schwung in meinen Denkapparat zu bringen, stellte ich mich erst mal lange und ausgiebig unter die Dusche. Von dem kalten Wasser wurde ich zwar wach, aber meine Erinnerung blieb trotzdem verschwunden. So viel hatte ich doch gar nicht getrunken. Oder doch? Das war doch gar nicht meine Art.

,,Morgen“, begrüßte Bill mich, als ich in die Küche kam. Ich antwortete nur mit einem Kopfnicken und setzte mich an den Tisch. Dann schenkte ich mir eine Tasse Kaffee ein und trank einen Schluck. Bill ließ mich dabei nicht aus den Augen. ,,Wie geht es dir?“, fragte er mich plötzlich.
,,Gut. Warum sollte es mir nicht gut gehen?“
,,Na ja, ich dachte ja nur….nach dem, was gestern passiert ist.“ Er stockte und sah mich an. ,,Du…du hast es vergessen, oder?“, fragte Bill zögernd. Langsam nickte ich. ,,Ich weiß nur noch, dass irgendwas sehr komisches passiert sein muss. Aber frag mich nicht was.“ Wir seufzten beide.
,,Willst du wissen, was war?“, wollte Bill wissen. Er klang etwas besorgt. Ich nickte und sah meinen Bruder an. ,,Na ja…, aber tick jetzt bitte nicht aus, Anna und Gustav haben irgendwas miteinander“, sagte Bill. Ich starrte ihn an. Anna und Gustav? Das war doch nur ein Scherz! Aber wenn ich jetzt so darüber nachdachte, fiel mir alles wieder ein: Anna, Gustav und – Linda! Ja, ich hatte gestern Nacht Sex mit Linda gehabt!
,,Tom? Ist alles in Ordnung?“ Die Stimme meines Bruders holte mich in die Realität zurück. Ich schüttelte den Kopf. ,,Nein! Nichts ist in Ordnung, Bill!“, schrie ich ihn an. Obwohl ich das gar nicht wollte. Bill sah mich geschockt an. ,,Sorry“, murmelte ich leise und wandte meinen Blick wieder ab. Ich nahm eine Bewegung neben mir wahr, aber hielt den Blick weiter auf die Tischplatte vor mit geheftet. Bill hatte sich neben mich gesetzt und nahm mich nun in den Arm. ,,Was ist denn los, Tom?“, fragte er besorgt.
,,Gestern. Ich war so durcheinander wegen Anna und Gustav. Und ich war angetrunken und…“, begann ich meine Erklärung.
,,Wer war es Tom?“, unterbrach Bill mich mit ruhiger Stimme. Ich schluckte. ,,Linda“, flüsterte ich gerade laut genug, dass Bill mich verstand.
,,Das…das ist nicht dein Ernst?“ Bill war sichtlich geschockt von meinem Geständnis.
,,Doch. Leider. Mann, ich bin so ein Trottel!“ Wütend schlug ich auf die Tischplatte. ,,Dabei liebe ich doch Anna. Nur Anna und sonst niemanden. Warum mach ich nur immer so einen Scheiß?“ Seufzend ließ ich meinen Kopf an die Schulter meines Zwillings sinken.
,,Das weiß ich nicht“, antwortete Bill ruhig. Ein paar Minuten schwiegen wir. Und in diesen paar Minuten fasste ich einen Entschluss. Ich hob meinen Kopf wieder und sah Bill an. ,,Ich werde um Anna kämpfen, Bill. Ich will sie zurück!“ Auf dem Gesicht meines Bruders machte sich ein Lächeln breit.
,,Das ist mein Zwillingsbruder wie ich ihn kenne!“ Der Stolz in seiner Stimme war nicht zu überhören.
Doch dass der Kampf so hart werden würde, damit hatte weder er noch ich gerechnet.







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