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Kapitel 172

Nach dem Essen gingen wir gemeinsam nach oben in Gustavs Zimmer. Er schloss die Tür ab und mich in die Arme. Dann lief er vorwärts, also ich rückwärts, bin wir an das Bett stießen. Wir legten uns hin. Ich bettete meinen Kopf auf Gustavs Brust. Unsere Finger verhakten sich ineinander. Ich musste gähnen. ,,Müde?“, fragte Gustav. Ich nickte. ,,Schule macht nun mal müde.“ Er grinste. ,,Grins nicht so. Da muss ja nicht mehr hin.“
,,Zum Glück“, grinste Gustav weiter. Ich schlug ihn leicht in die Seite. ,,’Tschuldigung“, sagte er sofort und guckte wieder ernst. Na ja, eher gespielt traurig. ,,Guck nicht so“, meinte ich. Doch Gustav reagierte nicht. Ich stützte mich hoch und küsste ihn kurz. Sofort lächelte Gustav wieder. Ich wollte mich eigentlich wieder hinlegen. Wie gesagt – eigentlich. Denn Gustav hielt mich im Nacken fest. Aus dem kurzen Kuss wurde ein längerer. Ich genoss den Kuss. Dachte nicht mehr an Tom. Gab mich einfach dem Moment hin, so wie gestern Abend beim Sex. Tom zählte im Moment nicht, sondern Gustav. NUR Gustav.
Nach einem langen und schönen Kuss lösten wir uns wieder voneinander. Wir sahen uns noch einen Moment lang lächelnd an, dann legte ich mich wieder hin. ,,Die anderen Jungs werden uns umbringen, wenn sie das erfahren“, sagte Gustav plötzlich.
,,Na ja, noch wissen sie es ja nicht“, beruhigte ich ihn. Ich seufzte. ,,Aber spätestens an Georgs Geburtstag erfahren sie es.“
,,Stimmt“, gab Gustav mir Recht. ,,Aber ganz ehrlich, ich habe auch keine große Lust, das immer verheimlichen zu müssen.“
,,Und Tom…“, fing ich zweifelnd an.
,,Tom wird es überleben“, unterbrach Gustav mich. ,,Er ist doch selbst Schuld. Und das weiß er. Und er versteht bestimmt, wenn du Abstand brauchst.“
,,Ja, kann sein“, meinte ich nur.
,,Glaub mir, das wird wieder. Irgendwann“, versuchte Gustav mich aufzumuntern.
,,Na schön, ich glaube dir ja schon.“ Gustav lächelte. Dann küsste er mich.
,,Danke“, sagte ich nach dem Kuss.
,,Wofür?“, fragte Gustav.
,,Für alles. Dafür, dass du für mich da bist. Dass du mich aufmunterst und ablenkst. Und dass du weißt, dass das nicht ewig so bleiben wird, aber trotzdem all das für mich tust.“
,,Keine Ursache. Das mache ich doch gerne“, winkte Gustav ab.
,,Aber, ehrlich gesagt, ich habe Angst davor, was passieren könnte, wenn die anderen Jungs es erfahren“, gab ich zu.
,,Warum?“, fragte Gustav erstaunt.
,,Weiß ich auch nicht. Vielleicht denken sie sonst was von mir. Ich mein, normalerweise bin ich ja nicht so, dass ich…na ja…sofort wieder einen neuen Freund habe. Okay, so viele hatte ich noch nicht, aber trotzdem.“ Ich grinste kurz. ,,Und sie wissen, dass ich Tom liebe, oder geliebt habe. Momentan bin ich mir da selber nicht sicher. Ich muss zugeben, einerseits vermisse ich ihn. Und andererseits bin ich enttäuscht und wütend. Und das mit dir fühlt sich auch total schön an und ich genieße es. Ich weiß gerade gar nicht mehr, wo ich hin gehöre.“ Ich musste tief Luft holen.
,,Anna, hey, Anna“, unterbrach Gustav mich, da ich schon wieder weiter reden wollte. ,,Du musst dich nicht rechtfertigen. Was geschehen ist, ist geschehen. Und das kann keiner mehr ändern. Und was deine Gefühle für Tom angeht – ich weiß, dass du ihn liebst. Und dass er dich liebt. Aber du brauchst eine Weile, bis du dir dessen wieder bewusst bist.“ Einen Moment dachte ich über Gustavs Worte nach. Und ich merkte, dass er Recht hatte. Er hatte genau das ausgesprochen, wie ich mich fühlte. Ich nickte schließlich leicht. ,,Du hast Recht“, gab ich schließlich zu.
,,Na also“, grinste Gustav zufrieden. Ich küsste ihn kurz. ,,Was würde ich nur ohne dich machen?“, fragte ich dann.
,,Keine Ahnung“, meinte Gustav und zuckte grinsend die Schultern.
,,Na also, ich auch nicht.“ Gustavs Hand streichelte über meinen Bauch. Es war schön, nicht unangenehm. Seit ich schwanger war, war mein Bauch nämlich sehr empfindlich geworden. Und plötzlich kam Gustav an eine Stelle, die zugegeben schon recht weit unten war, die mich leise aufseufzen ließ. Gustav grinste, zog seine Hand wieder zurück, doch strich gleich darauf wieder über diese Stelle. Ein Kribbeln durchzog meinen Körper. ,,Hör nicht auf“, flüsterte ich leise. Gustav beugte sich zu mir und küsste mich lange. Dann wanderte er mit seinen Lippen immer weiter runter. Küsste meine Hals, meine Bauch, was mich fast verrückt machte. Meine Hände tasteten sich zum Saum von Gustavs T-Shirt und packten zu. Langsam schob ich es nach oben und zog es ihm blitzschnell über den Kopf. Gustav grinste. Auch seine Hände machten sich über meine Klamotten her. Ein Kleidungsstück nach dem anderen landete auf dem Boden.
Vorsichtig drang Gustav in mich ein. Und wieder war es schön. Wieder genoss ich es. Es fühlte sich so gut an. Aber trotzdem so falsch.
Jetzt lagen wir wieder zusammen gekuschelt im Bett und genossen die Nähe des Anderen.

Durch das Zuschlagen der Haustüre wurden wir gestört. Schnell stiegen wir aus dem Bett und zogen uns an. Ich küsste Gustav noch einmal. ,,Danke.“ Gustav lächelte nur. Dann gingen wir runter.

Kapitel 173

Es passierte eine Zeit lang nichts. Gustav und ich waren glücklich, Tom ließ mich in Ruhe und alles war wie immer. Ab und zu kamen in mir Gefühle auf, die mir bewusst machten, wie groß meine Sehnsucht war. Meine Sehnsucht nach Tom. Auch wenn ich ihn nicht vermissen WOLLTE – die Gefühle ließen sich nicht abstellen. In diesen Momenten sehnte ich mich nach seinen Küssen, seinen Berührungen, seiner Liebe. Dann beschäftigte ich mich immer schnell mit etwas anderem. Lenkte mich irgendwie ab, nur um nicht an Tom denken zu müssen.
Georgs Geburtstag rückte außerdem immer näher. Die Partyvorbereitungen waren in vollem Gange. Ich hatte Angst vor diesem Abend, denn dort würden die anderen das von Gustav und mir erfahren. Bis heute hatten wir es geheim gehalten, nur Juli und Kathi wussten davon. Selbst Lea hatten wir außen vor gelassen, obwohl sie inzwischen genau so zu unserer Clique gehörte wie alle anderen auch.

Heute war es so weit. Am Abend fuhren wir zur Party. Dort angekommen, nahm Gustav meine Hand und wir gingen rein. ,,Bereit?“, fragte er mich. Ich atmete tief durch und nickte. Suchend sah ich mich nach meinen Freunden um und entdeckte sie fast sofort. Erst mal ging ich zu Georg. Ich umarmte ihn stürmisch. ,,Alles Gute zum Geburtstag!“, rief ich gegen die Musik an und küsste ihn auf die Wange.
,,Danke Anna.“ Er lächelte. Dann begrüßte ich meine Freundinnen und Andi und Bill, während seinem Freund gratulierte. Verstohlen sah ich mich um. Es waren schon einige Leute da und doch entdeckte ich Tom sofort. Er saß alleine an der Bar, sah zu uns rüber und hatte einen Gesichtsausdruck, der nicht gerade begeistert aussah. Klar, wahrscheinlich hatte er Gustav und mich gesehen, wie wir rein gekommen waren. Von seinem Platz aus sah man genau auf den Eingang.
Gustav kam zu mir. ,,Was ist denn los?“, fragte er.
,,Nichts, was soll denn sein?“, stellte ich die Gegenfrage.
,,Ach, komm, du hast doch was“, hakte Gustav nach. Mit einer unauffälligen Kopfbewegung deute ich zu Tom. Gustav drehte sich um. Dann gab er mir einen kurzen Kuss. ,,Er wird’s überleben.“

*Toms Sicht*

Was war denn jetzt kaputt? War ich im falschen Film oder so? Wenn ich keine Halluzinationen oder ähnliches hatte, hatte Gustav gerade Anna geküsst! Suchend blickte ich mich um, doch ich konnte sie nicht mehr entdecken. Nachdenklich nahm ich einen Schluck von meinem Bier. Was, wenn es keine Einbildung gewesen war? Wenn Anna wirklich was mit Gustav hatte? Schon allein der Gedanke daran, trieb mir Tränen in die Augen. Anna mit einem Anderen? Und dann auch noch Gustav? Meinem Bandkollegen und einer meiner besten Freunde! Die Vorstellung war schrecklich! Ich wollte es nicht glauben!

*Bills Sicht*

Mann, die hatten Nerven! Was fällt denen ein, hier aufzutauchen und vor Tom so rumzumachen? Auch, wenn er es nicht zugeben wollte, er hing immer noch an Anna. Ich merkte das. Manchmal wachte ich nachts auf, weil ich aus Toms Zimmer Gitarrenklänge oder Schluchzer vernahm. Es tat mir weh, Tom so leiden zu sehen. Und jetzt auch noch das!
Ich bedeutet Juli, dass sie mal bitte von meinem Schoß aufstehen sollte. ,,Ich geh mal kurz zu Tom“, flüsterte ich ihr ins Ohr. Sie nickte. Bevor ich allerdings zu meinem Bruder ging, küsste ich meine Freundin noch einmal. Sie lächelte und ließ mich dann auch gehen.
,,Hey, ist alles okay bei dir?“ Mit dieser Frage setzte ich mich neben Tom auf einen Barhocker. Es war eine unnötige Frage und deshalb antwortete Tom auch gar nicht erst. Wir saßen eine Weile schweigend nebeneinander. Bis Tom schließlich fragte: ,,Warum? Warum tut sie das, Bill?“ Als Antwort konnte ich nur mit den Schultern zucken.







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