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Kapitel 166

*Toms Sicht*

Viel geschlafen hatte ich nicht die letzte Nacht. Vier Stunden, wenn’s hoch kommt. Als ich heute Morgen aufwachte, machte sich gleich wieder dieses komische Gefühl in mir breit. Dieses Gefühl von Schuld, Reue und Trauer. Ich hasste diese Gefühle! Aber ich konnte nichts dagegen tun. Und sie waren ja zurecht da.
Stöhnend wälzte ich mich aus dem Bett und ging duschen. Sonst würde ich heute nicht mehr wach werden. Unten hörte ich Geschirr klappern. Also war schon jemand wach. Wahrscheinlich Mama oder Gordon.
Das kalte Wasser vertrieb zwar meine Müdigkeit, doch die Trauer und Wut auf mich selbst blieb.
Fertig angezogen schlurfte ich die Treppe runter. Gordon saß am Küchentisch und frühstückte. ,,Morgen Tom“, begrüßte er mich überrascht.
,,Morgen“, nuschelte ich.
,,Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?“, fragte er. ,,Und warum bist du um diese Uhrzeit schon wach?“
,,Konnte nicht mehr schlafen“, antwortete ich knapp. Die zweite Frage überhörte ich einfach. Stattdessen begann ich mir was zu essen zu machen.
,,Wo ist eigentlich Anna?“, wollte Gordon plötzlich wissen. Ich hielt mitten in meiner Bewegung inne. Mein Brötchen, in das ich gerade beißen wollte, fiel zurück auf den Teller und ich ging schnell aus dem Zimmer. Im Flur stieß ich fast mit Mama zusammen. Doch ich lief einfach weiter ins Wohnzimmer. ,,Tom!“, rief Mama mir hinterher. ,,Was ist denn mit dem los?“, hörte ich sie fragen. Ich setzte mich auf das Sofa und starrte an die Wand. Dass alleine das Erwähnen dieses Namens mich so fertig machen würde, hätte ich nicht gedacht. Schon wieder spürte ich Tränen in meinen Augen, doch ich schluckte meine Trauer hinunter und unterdrückte die Tränen.
,,Tom?“, hörte ich eine leise Stimme. Mama hatte sich neben mich gesetzt und sah mich an. Ich starrte nun auf den Boden. Plötzlich spürte ich die Arme meiner Mutter, die mich sanft an sie drückten. Wie lange war das her, seit das das letzte Mal vorgekommen war? Ich wusste es nicht, aber es war schön. Es tat mir gut. Ich genoss es. ,,Was ist denn los, mein Großer?“, fragte Mama leise. Und jetzt begann ich doch zu weinen. Ich konnte die brennenden Tränen nicht mehr zurückhalten. ,,Es ist wegen…Anna“, brachte ich schließlich schluchzend hervor.
,,Was ist los?“, wollte Mum interessiert wissen. Ich sah sie wieder an. ,,Ich habe Scheiße gebaut, verdammt große Scheiße“, begann ich und dann erzählte ich ihr alles, was in dieser Nacht vor zwei Wochen passiert war. Immer wieder musste ich Pausen einlegen, weil mich ein erneuter Weinkrampf überkam, aber schließlich hatte ich alles erzählt.
,,Ach Tom!“, seufzte Mum nur und nahm mich in den Arm.
,,Das Schlimmste ist ja, dass ich Anna voll und ganz verstehe. Aber ich halte das nicht aus, dass sie nicht hier ist. Sie fehlt mir so!“
,,Sie braucht Zeit, Tom. Aber ihr kriegt das schon wieder hin. Sie bekommt immerhin ein Kind von dir“, versuchte Mama mich aufzubauen. ,,Und sie liebt dich, auch wenn sie jetzt Abstand braucht. Aber lass ihr die Zeit und dräng sie zu nichts. Das bringt nichts, sondern bewirkt genau das Gegenteil.“
Ich nickte nur. ,,Danke, Mum.“ Sie lächelte und gab mir einen Kuss auf die Wange. ,,Schon gut, mein Großer. Kommst du wieder frühstücken?“ Wieder nickte ich.

Kapitel 167

*Annas Sicht*

Ich schlug die Augen auf und sah mich verwundert um. Wo war ich? Ach ja, bei Gustav. Der kam auch gerade ins Zimmer, mit einem Tablett. ,,So, Frühstück ist fertig“, grinste er fröhlich.
,,Guten Morgen erst mal“, antwortete ich und setzte mich auf. ,,Und danke.“
,,Kein Problem. Lass es dir schmecken.“ Gustav setzte sich mir gegenüber, stellte das Tablett zwischen uns und ich begann zu essen.
,,Wie geht es dir?“, fragte Gustav vorsichtig. Ich zuckte mit den Schultern. ,,Na ja, geht so. Also gut ist was anderes.“ Er nickte nur. Ich konzentrierte mich wieder auf mein Frühstück. Gustavs Blicke spürte ich förmlich, aber ich versuchte sie zu ignorieren.
Als ich fertig gegessen hatte, ging ich duschen. Ich musste an Tom denken und spürte Tränen in mir aufsteigen. Warum hatte er mit diesem Mädchen geschlafen und dadurch alles kaputt gemacht? Ich konnte es nicht verstehen. Die erste Träne floss über mein Gesicht. Ich ließ Wasser darüber laufen und die Tränen vermischten sich damit. Eine Weile stand ich so unter der Dusche, dann schaltete ich das Wasser aus und stieg aus ihr heraus. Schnell wickelte ich mich in ein großes Handtuch, das Gustav mir gegebene hatte, und trocknete mich ab.
Schließlich war ich mit allem fertig und verließ das Badezimmer wieder. ,,Anna? Ist alles in Ordnung?“, fragte Gustav, als er mich sah. Ich nickte nur schweigend und ging in ,,mein“ Zimmer.

Die nächsten paar Wochen änderte sich nichts. Tom schickte mir andauernd SMS oder rief an, doch ich drückte ihn weg und die SMS wurden, ungelesen, gelöscht.
Auch Juli und Bill riefen öfters bei mir an. Bill, um mir ein schlechtes Gewissen einzureden, so kam es mir jedenfalls vor. Und Juli einfach so, weil ich ihre beste Freundin war. ,,Man, Anna, komm wieder nach Hause“, bat sie jedes Mal. Doch ich gab ihr jedes Mal dieselbe Antwort: ,,Nein, Juli, ich will nicht. Ich will Tom nicht sehen.“ Natürlich sahen Juli und ich uns jeden Tag in der Schule und gingen zusammen weg, aber das war wirklich nicht dasselbe.
Dann mussten die Jungs wieder weg, die verschobenen Termine nachholen. In diesen Wochen wohnte ich wieder bei den Kaulitz’. Ausnahmsweise schlief ich in meinem Zimmer. In Toms hätte ich nicht eine Nacht überlebt. Ja, ich vermisste ihn, trotz der Scheiße, die er gebaut hatte. Aber ich konnte gerade nicht mit ihm zusammen sein. Selbst, wenn ich es gewollt hätte – es ging nicht. Zum Glück machte mir keiner irgendwelche Vorwürfe, weil ich Schluss gemacht hatte. Auch wenn Siemone und Gordon mir ab und zu komische Blicke zuwarfen.
Und auch, wenn ich eigentlich gar nicht darüber nachdenken wollte, fragte ich mich ab und zu doch, wie es Tom ging. Hatte er es inzwischen verkraftet? Und würde es irgendwann wieder so werden wie früher?

*Toms Sicht*

Ich hatte aufgegeben. Klar, ich liebte Anna immer noch, aber die anderen hatten Recht – sie brauchte Zeit. Und die würde ich ihr lassen. Im Moment waren wir wieder unterwegs, da konnte ich mich gut ablenken. An Zuhause wollte ich gar nicht denken – dort erinnerte mich alles an Anna. Gut, ich gebe es zu, ich habe mich nicht damit abgefunden. Jeder Gedanke an sie tat weh. Und doch war da immer diese Stimme, die mir sagte, dass ich ja selbst Schuld war. Dann muss ich mir immer seufzend eingestehen, dass die Stimme leider Recht hatte. Aber zum Glück war Bill da. Ich weiß nicht, wie oft ich mich in den letzten Tagen und Wochen bei ihm ausgeheult habe. Sogar nachts, wenn ich mal wieder nicht schlafen konnte, war er für mich da. Dann lagen wir zusammen in seinem Bett und redeten bis wir einschliefen. Oder wir redeten gar nicht. Oft reichte es mir schon, wenn Bill überhaupt da war.







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