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Kapitel 162

*Bills Sicht*

Ich konnte mir das nicht mit ansehen. Klar, im Moment wäre wirklich der falsche Augenblick, um Anna den Seitensprung zu beichten, aber je länger Tom es hinauszögerte, desto schwerer würde es für ihn werden. Ich kannte meinen Bruder. Und ich kannte Anna! Für sie würde eine Welt zusammenbrechen! Und dann auch noch mit dem Kind! Ich überlegte, ob es besser wäre, David anzurufen und die restlichen Termine sausen zu lassen. Weil, da war ich mir sicher, Tom nach dieser Aufgabe erst mal seine Ruhe brauchen würde. Aber eigentlich konnte man sich um diese Sachen später noch genug Gedanken machen. Erst mal musste Tom das hinter sich bringen.

*Annas Sicht*

Nach einer Woche wurde ich wieder entlassen. Eine weitere Woche sollte ich mich noch ausruhen und schonen. Die Jungs blieben erst Mal zu Hause. Tom wollte bei mir bleiben, bis es mir wieder wirklich gut ging. Ich erholte mich gut und es ging mir von Tag zu Tag besser. David hatte, zu unserer Freude, alle Termine in den nächsten vier Wochen abgesagt. Dafür war ich ihm unglaublich dankbar. Ich brauchte Tom jetzt hier bei mir – mehr denn je.

*Toms Sicht*

Anna war wieder Zuhause. Fast jeden Tag nahm ich mir vor, diesen schweren Schritt zu gehen und jedes Mal machte ich einen Rückzieher. ,,Du bist ein Feigling, Tom!“, schimpfte Andi am Telefon. ,,Du weißt, was passieren wird und das willst du verhindern. Aber du kannst es nicht verhindern, Tom.“
Ich schwieg eine Weile und dachte über Andis Worte nach. Dann seufzte ich. ,,Du hast Recht. Dann werde ich mich mal in die Höhle des Löwen begeben.“
,,Viel Glück, man“, meinte Andi noch und wir legten auf.
Wie in Zeitlupe bewegte ich mich die Treppe hoch und zu meinem Zimmer. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich hatte Angst! Große Angst! Aber Andi hatte Recht – ich konnte das Unaufhaltbare nicht verhindern.

Kapitel 163

*Annas Sicht*

Es klopfte sanft und Tom kam herein. ,,Hey“, lächelte ich.
,,Hey“, erwiderte er ohne die Miene zu verziehen. Er sah ernst aus, sehr ernst. ,,Ich…ich muss mit dir reden, Anna“, sagte er ernst.
,,Was…was ist passiert?“, fragte ich. Tom Ernsthaftigkeit ließ mich nichts gutes erahnen. Er setzte sich auf den Bettrand und sah mich kurz an. Dann senkte er den Blick auf den Boden. ,,Ich muss dir was beichten“, fing er leise an, ohne den Blick zu heben. ,,Letzte Woche, als Andi angerufen hat, dass du zusammengeschlagen wurdest, da…da war ich so durcheinander, dass…“ er stoppte. ,,…da war auf einmal dieses Mädchen…“ Er sah mich an. Ich sah ihm genau in die Augen und wusste auf einmal sofort, was er wollte. ,,Bitte nicht“, flüsterte ich. Tränen stiegen mir in die Augen. Tom sah mich weiter an. ,,Doch, Anna, ich hab mit ihr geschlafen. Ich wollte das nicht, wirklich nicht. Das musst du mir glauben. Es ist einfach passiert. Ich war so durch den Wind und das hat sie ausgenutzt…“
,,Hör auf!“, unterbrach ich ihn unter Tränen. Ich sprang aus dem Bett und rannte in mein Zimmer. Dort zog ich mir richtige Klamotten an und begann meine Reisetasche zu packen. Ich wollte nur noch weg. Weg von Tom. Ich weinte die ganze Zeit ununterbrochen weiter. Als meine Tasche voll war, wollte ich gehen, doch Tom stand in der Tür. ,,Anna“, sagte er bloß.
,,Geh weg!“, schrie ich ihn an. ,,Hau ab!“ Warum ich so schrie wusste ich selbst nicht genau.
,,Nein, Anna, ich werde nicht abhauen“, sagte er ruhig.
,,Lass mich durch“, befahl ich. Ich versuchte an ihm vorbei zu kommen. Er hielt mich am Arm fest. ,,Bleib hier, Anna, bitte“, flehte er schon fast.
,,Lass mich los!“, schrie ich weiter. Doch Tom hielt meinen Arm weiter fest im Griff. Ich zerrte, doch vergeblich. ,,Verdammt, lass mich sofort los!“, brüllte ich ihn an und als er immer noch nicht reagierte, holte ich mit einem Mal aus und knallte ihm ein. Tom starrte mich erschrocken an. Endlich konnte ich mich losreißen und ging.
Tränenüberströmt saß ich in dem Bushäuschen und wartete auf den Bus, der glücklicherweise nicht lange auf sich warten ließ. Ich stieg ein, kaufte mir einen Fahrschein und verzog mich nach hinten, um meine Ruhe zu haben. Die Tränen liefen immer weiter über mein Gesicht.
In Magdeburg stieg ich aus und ging automatisch zu Gustav. Hoffentlich war er da.

*Toms Sicht*

Wie ein Roboter ging ich in mein Zimmer zurück. Meine Wange brannte wie Feuer. Nicht, weil Anna so hart zugeschlagen hatte, nein. Sondern einfach, weil es ANNA gewesen war, die mir eine Ohrfeige gegeben hatte. Aber ich konnte es ihr nicht verübeln, im Gegenteil. Ich setzte mich wieder auf mein Bett und stützte den Kopf in die Hände. Und dann begann ich zu weinen. Plötzlich wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich Anna verloren hatte – wahrscheinlich für immer. Sie, Anna, meine große Liebe. Es klopfte und meine Tür öffnete sich langsam. ,,Tom? Darf ich reinkommen?“, fragte Bill vorsichtig. Ich nickte. Was sollte diese Frage überhaupt, eigentlich müsste er doch wissen, dass er der einzige ist, der reinkommen darf.
Er schloss die Tür wieder, kam zu mir und setzte sich neben mich. ,,Hast du es ihr gesagt?“ Ich nickte. ,,Und?“
,,Was und?“ Ich schrie fast. ,,Sie hat angefangen zu heulen, mir eine geklebt und weg war sie!“ Wieder begann ich zu weinen. Bill nahm mich fest in den Arm. ,,Ich bin so ein Idiot!“, schrie ich plötzlich und schlug gegen die Wand. Bill schwieg, was sollte er auch schon dazu sagen?







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