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Kapitel 156

*Gustavs Sicht*

Verdammte Scheiße! Warum erwischte es immer ausgerechnet Anna? Ich seufzte. Diese Frage konnte mir niemand beantworten. ,,Der arme Tom.“, meinte Georg plötzlich. Bill und ich nickten. ,,Meint ihr, es ist gut ihn da drüben alleine zu lassen?“, fragte ich zweifelnd. Bill nickte. ,,Tom braucht in solchen Momenten seine Ruhe. Er muss nachdenken.“, antwortete er. Na schön, Bill musste es ja am besten wissen.
Aber mich ließ das nicht mehr los. Nachdem wir uns noch eine Weile unterhalten hatten, gingen wir alle schlafen.

*Toms Sicht*

Schweißgebadet wachte ich auf. Es war mitten in der Nacht. Ich sah auf die Uhr: viertel nach eins. Ich hatte bloß eineinhalb Stunden geschlafen! Vergeblich versuchte ich wieder einzuschlafen.
Schließlich gab ich auf und stieg aus dem Bett. Ich zog mir schnell eine Jogginghose und ein T-Shirt an und ging auf den Flur. Eine Weile lief ich langsam den Flur entlang. Schließlich blieb ich stehen und sah aus dem Fenster. Es war eine sternenklare Nacht. Ich sah in den Himmel und dachte wieder an Anna. Und dann merkte ich plötzlich etwas in mir aufkommen, das mir gänzlich ungewohnt war. Mir stiegen Tränen in die Augen. Eine von ihnen bahnte sich schließlich den Weg über meine Wange. Doch ich wischte sie nicht einmal weg. So stand ich da und weinte lautlos vor mich hin.
Ich weiß nicht, wie lange ich dort stand, doch schließlich machte ich mich auf den Weg zurück in mein Bett. Als ich gerade die Tür hinter mir schließen wollte, stand auf einmal ein Mädchen davor. Ich kannte sie nicht. Wo war die denn jetzt her gekommen? Eigentlich hatte ich gedacht, ich sei alleine auf dem Flur gewesen. Sie lächelte mich an. ,,Wer bist du und was willst du?“, fragte ich.

Kapitel 157

*Toms Sicht*

,,Ich will mich mit dir unterhalten.“, antwortete das fremde Mädchen. ,,Darf ich rein kommen?“
Ich zögerte noch kurz, doch ließ sie dann in mein Zimmer. Nachdem ich die Tür abgeschlossen hatte, folgte ich ihr. Sie hatte sich wie selbstverständlich auf mein Bett gesetzt. ,,Also, wie heißt du?“, wiederholte ich meine Frage.
,,Jenny.“, lächelte sie. ,,Willst du dich nicht zu mir setzen?“ Ich setzte mich auf das Bett, allerdings in gehörigem Abstand. ,,Was ist los?“, fragte Jenny freundlich.
,,Was meinst du? Was soll schon los sein?“, entgegnete ich.
,,Du stehst bestimmt nicht grundlos Mitten in der Nacht auf dem Hotelflur, schaust in den Himmel und weinst.“, meinte sie. Damit hatte sie natürlich recht.
Nach einer kurzen Überlegung erzählte ich ihr dann alles. Ich weiß nicht einmal, ob das aus Höflichkeit war, weil sie gefragt hatte, oder weil ich es einfach brauchte.
Als ich fertig erzählt hatte, sah ich sie an. Sie saß plötzlich direkt neben mir. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass sie immer näher zu mir gerutscht war. ,,Das tut mir Leid.“, flüsterte sie. Ihre Hand strich über meinen Oberschenkel. Normalerweise hätte ich das nicht zugelassen, aber ich war so durch den Wind, dass ich alles mit mir machen ließ. Auch als sie mich plötzlich küsste, wehrte ich mich nicht. Und dann passierte es einfach. Zwar dachte ich ununterbrochen an Anna, aber trotzdem geschah es. Gewissermaßen genoss ich es fast, es war die perfekte Ablenkung. Jedenfalls für den Moment.

Doch hinterher plagte mich mein schlechtes Gewissen. Ich hatte mir doch geschworen, dass das nie wieder passieren würde. Jenny wollte mich wieder küssen, doch ich stieß sie sanft aber bestimmt von mir. ,,Hör auf, lass das.“, sagte ich.
,,Aber…aber wieso?“, fragte Jenny verunsichert.
,,Weil das nicht hätte passieren dürfen! Ich habe eine Freundin und ich hab ihr geschworen, sie nicht mehr zu betrügen! Und dass du jetzt meine Verwirrung so schamlos ausgenutzt hast…“ Mir fielen auf die Schnelle nicht die richtigen Worte ein. ,,…ist ja auch egal. Geh einfach! Bitte.“
Jenny sah mich noch einmal an. Traurig, verletzt, sauer. Doch dann nickte sie ruhig, zog sich an und ging.
Alleine saß ich nun in meinem dunklen Zimmer. Inzwischen war es drei Uhr morgens und in meinem Kopf spielten sich wieder und wieder diese Bilder ab. Wie ein nie endender Film.
Ein plötzliches Klopfen ließ mich aufschrecken. ,,Ja?“, fragte ich leise.
,,Tom, ich bin’s. Darf ich rein kommen?“, hörte ich die Stimme meines Zwillingsbruders leise zurück. Ich stand auf und ging zur Tür.
,,Wie siehst du denn aus?“, entfuhr es Bill, als er mich sah. ,,Hast du geweint?“
,,Komm erst mal rein.“, meinte ich und hielt ihm die Tür auf. Als Bill drin war schloss ich sie leise wieder.
,,Was ist los, Tom?“, fragte Bill erneut. Und dann erzählte ich ihm alles.
Als ich fertig war, sah Bill mich böse an. Aber ich konnte es ihm nicht einmal verübeln. Er hatte ja Recht. ,,Dir ist klar, dass du es Anna sagen musst?“, meinte Bill. ,,Wenn sie es von jemand anderem erfährt, ist das noch schlimmer für sie.“ Ich nickte und starrte auf den Boden. Bill rutschte zu mir und nahm mich in den Arm. Seufzend legte ich meinen Kopf an seine Schulter. Es war gut zu wissen, dass er da war. Auch wenn ihn meine One-Night-Stands und Seitensprünge ziemlich auf den Sack gingen – er war trotzdem für mich da! Und trotzdem wusste ich genau, was er gerade dachte: Tom, was machst du nur immer für eine Scheiße? Und warum? ,,Ich weiß es nicht.“, flüsterte ich. Bill drückte mich noch einmal fest an sich, dann schliefen wir nebeneinander ein.







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